Der Absprung
Von Paul Plamper
Regie: der Autor
Mit: Artur Albrecht, Stefan Cordes, Felicia Descher, Richard Djif, Andy Drabek, Fernanda Farah, Ulrich Gerhardt, Margit Hahn, Carl Hegemann, Fabian Hinrichs, Michael Kinkel, Cristin König, Sophia König, Peter Kurth, Franziska Niermann, Tina Pfurr, Peter Schellenberg, Petra Sparbrod, Christian Weber, Dana Weber u.a.
Ton und Technik: Johannes Scherzer, Michael Krajczok, Titus Maderlechner, Paul Plamper
Regieassistenz: Tilman Meckel, Felicitas Arnold
Dramaturgie: Martina Müller-Wallraf, Felicitas Arnold
WDR, Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg mit BR und Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 52'20
Eine Wiederholung vom 14.11.2019
Fremde in der Stadt
Absprung aus dem Theater in Leerstadt, weil die Zerrissenheit nicht mehr tragbar ist? © Johannes Scherzer
Der Absprung
53:50 Minuten

• Drama • Leerstadt schrumpft. Die Landrätin begegnet dem demografischen Wandel mit der Aufnahme von Geflüchteten. Nicht wenige Bürger sind besorgt. Während im Stadttheater ein multinationales Ensemble probt, eskaliert die Situation.
2015 werden in einer schrumpfenden Kleinstadt im Osten Deutschlands Geflüchtete untergebracht. Die Konflikte um die Zuwanderung eskalieren, als ein neu-rechter Demagoge die Ängste der Bürger*innen nutzt und zu einem Boykott gegen das Städtische Theater aufruft. Dort probt das multinationale Ensemble gerade den Hauptmann von Köpenick mit einem Hauptdarsteller aus Kamerun.
Die Stadt gerät in einen medialen Wirbel um Rassismusvorwürfe und Ost-Vorurteile, als Mitglieder des Theaters ankündigen, Leerstadt zu verlassen. Das Hörspiel erzählt von Zerrissenheit, Lagerbildung und zeigt aktuelle gesellschaftliche Fliehkräfte.

Installation „Der Absprung“ © Johannes Scherzer
„Der Absprung“ ist ein Hörspiel und eine 20-Kanal-Audio-Installation. Nach „Future Dealers“ und „Dienstbare Geister“ bildet „Der Absprung“ den dritten und abschließenden Teil von Plampers „Fremde & Geister“-Trilogie über die Konstruktion des Fremden. Das Stück war Finalist beim 68. Hörspielpreis der Kriegsblinden 2019.

Peter Kurth© Andy Drabek
Paul Plamper, 1972 in Ulm geboren, ist Autor, Theater- und Hörspielregisseur. Er inszenierte u.a. am Berliner Ensemble und am Stadttheater Istanbul. Seit 1999 arbeitet er als Hörspielmacher, seit 2005 entwickelt Plamper auch akustische Arbeiten im Stadtraum. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Prix Europa für „Top Hit leicht gemacht“ (WDR 2002) und „Tacet“ (WDR/Deutschlandfunk 2010), der Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Ruhe 1“ (WDR 2008), der Robert Geisendörfer Preis für „Der Assistent“ (WDR/HR/Deutschlandfunk 2009) und der Deutsche Hörspielpreis der ARD für „Der Kauf“ (WDR/BR/Deutschlandfunk/Schauspiel Köln 2013).

Installation© Johannes Scherzer

Paul Plamper© Andy Drabek






























