Hörspiel nach Samuel Beckett

German Diaries (4/4)

Montage eines Fotos von Samuel Beckett und drei farbiger Streifen über einem Bild einer Person die über die Elbe in Dresden schaut und auf die Brücken der Stadt blickt.
Samuel Beckett hat in den Jahren 1936 und 1937 Deutschland bereist © imago / United Archives - picture alliance / akg-images - Montage: Deutschlandradio
Von Samuel Beckett |
Nach fünf Monaten in Deutschland ist Beckett reisemüde und das ewige „Nazievangelium“ wird für ihn zunehmend unerträglich. Doch vor seiner Rückkehr nach Dublin reist er noch von Dresden nach München.
In München besucht Beckett die Museen und diskutiert mit dem Direktor der Alten Pinakothek kritisch über Nazikunst und -architektur. Bekannte erzählen ihm von Goebbels Plan, die zeitgenössische Avantgardekunst aufzuwerten. Es solle eine Ausstellung der Werke im „Haus der deutschen Kunst“ geben, weswegen sie aus den Sammlungen genommen worden seien. Eine klare Lüge. Monate später wurde die diffamierende NS-Propaganda Schau „Entartete Kunst“ eröffnet. Am 1. April 1937 fliegt Beckett zurück nach Dublin.

German Diaries (4/4)
Von Samuel Beckett

Bearbeitung und Übersetzung: Gaby Hartel
Regie: Gaby Hartel, zeitblom
Mit: Sabin Tambrea
Komposition: zeitblom
Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Susanne Beyer
Regieassistenz: Marie Permantier
Dramaturgie: Sabine Küchler
Deutschlandfunk 2026
Länge: 53'00

Samuel Beckett (1906 in Dublin geboren, 1989 in Paris gestorben) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1969 erhielt er den Literaturnobelpreis. Beckett ist dem breiten Publikum hauptsächlich durch seine Dramen, insbesondere „Warten auf Godot“, bekannt, verfasste aber auch Prosa und Lyrik.

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