Zangezi
Von Chris Salter
Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Velimir Chlebnikow
Mit: Audrey Chen und Judith Rosmair
Mit künstlerischen Beiträgen von Stefanie Egedy, The Future of Dance Company, Immersive Arts Space der Züricher Hochschule der Künste, kyoka Raqs Media Collective, Team Rolfes, Pierre-Luc Senecal und dem Growlers Choir, Rully Shabara, Stella Speziali, Fernando Velasquez
Virtuelle Umgebungen: Timothy Thomasson
KI-Systeme: Gonçalo Guiomar
Sound: Pascal Lund-Jensen
Künstlerische Mitarbeit: Remco Schuurbiers
Autorenproduktion mit Muffatwerk München/Kunstfest Weimar/Immersive Arts Space (ZHdK) 2026
Länge: 00'00
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit Unterstützung des XR Hubs Bavaria
Futuristische Sprachexperimente
Dichter Velimir Chlebnikov erfand für sein Stück eine Sprache © DISK Agency
Zangezi

Eine Sprache, die alle Menschen verstehen. Davon träumte der futuristische Dichter Velimir Chlebnikov. Für sein Stück „Zangezi“ erfand er diese Sprache 1922 selbst. Gut 100 Jahre später wagt der Multimediakünstler Chris Salter eine Neuinterpretation.
Nach den Umwälzungen des Ersten Weltkriegs und der Oktoberrevolution verfasste Velimir Chlebnikow, Mitbegründer des russischen Futurismus und Wegbereiter des Surrealismus, sein wichtigstes Werk. Es handelt von dem Propheten und Redner „Zangezi“, der seine Anhänger für die Sprache „Zaum“ (russisch: „jenseits des Sinns“) begeistern will. Radioinszenierung voller Sprachspiele mit der Vokalkünstlerin Audrey Chen.
Auch der russische Künstler Alexander Ponomarev produzierte eine Interpretation von „Zangezi“. Seine Arbeit aus dem Jahr 1992 bringen wir am 28. August.
Auch der russische Künstler Alexander Ponomarev produzierte eine Interpretation von „Zangezi“. Seine Arbeit aus dem Jahr 1992 bringen wir am 28. August.
Velimir Chlebnikov (1885–1922) prägte als experimenteller Lyriker und Theaterautor die russische Dichtung. Er war Mitunterzeichner des in Russland bedeutendsten futuristischen Manifests „Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack“.
Chris Salter beschäftigt sich als Theoretiker und Künstler mit Immersion. Er ist Professor an der Zürcher Hochschule der Künste und Leiter des dortigen „Immersive Arts Space“. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Animate“ (2022).












