Poesie und Hyperpop

dear algo, let me feed an apple to a horse

Eine aus zwei Gesichtshälften zusammengesetzte Büste vor einem Hintergrund aus Einsen und Nullen
Per Sprachnachricht zurück auf analoge „Werkseinstellungen“ © VPanteon / Getty Images | fotograzia / Getty Images | Bearbeitung: Deutschlandradio [cg]
Von Paulina Czienskowski und Julia Friese |
• Gegenwart • Wenn alles zum Abo wird, verschwimmen die Konturen. Blaues Smartphone-Licht. Alltäglicher Kontrollverlust. Zwei Frauen, verbunden nur durch Sprachnachrichten, suchen nach Halt in einer diffusen Welt.
Eines Morgens verschwinden 1,42 Euro von Theas Konto für ein längst gekündigtes Streaming-Abo. Eine scheinbar lächerliche Summe, die zum Symbol für Kontrollverlust wird. Während Thea in einer sich rasant wandelnden Stadt an ihrem Körper immer neue Symptome bemerkt, zieht sich ihre Freundin Walie vor emotionaler Überforderung in die Einsamkeit eines Waldes zurück. Doch das blaue Licht des Smartphones folgt ihr, und mit ihm die intrusiven Gedanken. Über Sprachnachrichten – ihre einzige Verbindung – suchen die beiden Frauen nach etwas, das bleibt in der digitalen Entkörperlichung.

dear algo, let me feed an apple to a horse
Von Paulina Czienskowski und Julia Friese
Regie: die Autorinnen
Mit: Lisa Hrdina, Julia Riedler und Romina Küper
Besetzung: Jutta Kommnick
Komposition: Antonia Rug
Ton: Jean Szymczak
Regieassistenz: Tatjana Petschl
Dramaturgie: Christine Grimm
Deutschlandfunk 2026
Länge: 81‘54

Paulina Czienskowski, geb. 1988 in Berlin, schrieb u. a. die Romane „Taubenleben“ (2020) und „Dem Mond geht es gut“ (2025).

Julia Friese, geb. 1985 in Hagen, veröffentlichte die Romane „MTTR“ (2022) und „delulu“ (2025).

Mehr Hörspiele