Hörspiel über die Nachwendegeneration

Mauerschau

Eine junge Frau steht lesend vor der Berliner Mauer. Darauf ist eine Wandmalerei: ein Trabi, der die Mauer durchbricht.
Welches Verhältnis hat eine 1989 in Ost-Berlin geborene Frau zur Mauer? © Foto: Schoening / imago images
Von Nele Stuhler |
• Autofiktion • Nele, geboren am Jahrestag des Mauerbaus und im Jahr des Mauerfalls in Ost-Berlin, befragt ihr Bild von der DDR: „Diese sogenannte Mauer und ich, wir sind irgendwie verbunden, auch wenn wir uns persönlich kaum kennengelernt haben.“
Die alljährlichen Meldungen zum Mauergedenken gehören zu Neles Geburtstag wie Kuchen, Kerzen und Sommer. Ihr Leben ist so, wie es ist, weil es die Mauer nicht mehr gibt – und weil es sie gab. „Wie kommt Leben zustande?“, schrieb die Schriftstellerin Christa Wolf in Neles Geburtsjahr. Das fragt Nele sich auch. Auf höchst unterhaltsame Weise verheddert sie sich in den Widersprüchen ihres DDR-Bildes und ist immer auf der Suche: Warum funktioniert das Zusammenleben eigentlich nicht wie ein sozialistisches Sommercamp?

Mauerschau
Von Nele Stuhler
Regie: die Autorin
Künstlerische Mitarbeit: Lisa Schettel
Mit: Paula Thielecke, Axel Wandtke, Ulrike Krumbiegel und Ingo Hülsmann
Ton und Technik: Jan Fraune und Andreas Stoffels
Regieassistenz: Johann Otten
Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 53‘25

Nele Stuhler, geboren 1989 in Neu Meteln und aufgewachsen in Berlin, ist Regisseurin und Autorin. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Szenisches Schreiben in Graz. Für Deutschlandfunk Kultur führte sie zuletzt Regie in der Hörspielserie: „Das Orakel spricht“ (2025).

Schwarzweißaufnahme von Nele Stuhler, die ernst und direkt in die Kamera schaut.
Nele Stuhler© William Minke

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