Klangkunst: Hommage an Eslanda und Paul Robeson

Every Artist Must Take Sides (3/3)

Der amerikanische Sänger und Sozialkritiker Paul Robeson mit seine Frau Eslanda Cardoza Goode am 23. Dezember 1958 auf dem Londoner Flughafen.
Der amerikanische Sänger und Sozialkritiker Paul Robeson mit seine Frau Eslanda Cardoza Goode © picture-alliance / dpa | PA
Mit Werken von Masimba Hwati und Matana Roberts |
Der Broadway-Star Paul Robeson und seine Frau, die Anthropologin Eslanda Robeson setzten sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts gegen Rassismus, Kolonialismus und Unterdrückung ein. Dreiteilige Serie mit künstlerischen Arbeiten zu ihrem Leben und Wirken.
Ein weltweites Netzwerk aus Bürgerrechtlerinnen, politischen Aktivisten, Künstlerinnen und Wissenschaftlern – das schufen Eslanda und Paul Robeson zwischen den 1930er und 1960er Jahren. Paul Robeson nutzte seine Berühmtheit als Sänger und Schauspieler. Seine Frau Eslanda schrieb Bücher und umfangreiche Korrespondenzen. Als überzeugte Kommunisten waren die beiden gern gesehene Gäste in der DDR, und so kam ihr persönliches Archiv 1965 an die Akademie der Künste in Ost-Berlin.
Nun ist es Ausgangspunkt für eine Reihe von künstlerischen Arbeiten in der Ausstellung „Every Artist Must Take Sides“ in der Akademie der Künste und in einer dreiteiligen Sendereihe hier im Deutschlandfunk Kultur.
Mit den Stücken:

Toyi toyi rising from Kaguvi’s beehive 

Von Masimba Hwati
Komposition über die koloniale und antikoloniale Geschichte von Simbabwe und über die panafrikanische Freiheitsbewegung.
Länge: 24‘

If they come for me: two

Von Matana Roberts
Dissonanz als Protest, Rückkopplung als Verweigerung, Wiederholung als Erinnerung. Matana Roberts geht es nicht um das Sammeln von Fakten, sondern um gefühlte Geschichte; die Robesons erscheinen nicht als Figuren, sondern als Druck auf das Klangfeld, als würde die Luft selbst sich an ihre Haltung erinnern.
Länge: 21‘08

Ursendung

Every Artist Must Take Sides (3/3)
Mit Werken von Masimba Hwati und Matana Roberts
Kooperationspartner: The Center for Humanities Research der University of The Western Cape Südafrika, Haus der Poesie Berlin
Deutschlandfunk/Akademie der Künste 2025
Länge: ca. 50'

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