Island

Nýey

Luftbild der unbewohnten isländischen Vulkaninsel Surtsey
Alles neu: Wie entsteht Leben auf einer ganz neuen, unbewohnten Insel? © Stella Snead / IMAGO / Avalon.red
Von Nicolas Perret und Silvia Ploner |
Südwestlich von Island ragt eine Insel aus dem Wasser: Surtsey. Entstanden nach einem untermeerischen Vulkanausbruch 1963 gilt sie bis heute als Sperrzone. Einzig einem Forscherteam wurde gestattet, die "neue Insel" (isländisch "Nýey") zu betreten.
Südwestlich von Island ragt eine Insel aus dem Wasser: Surtsey. Entstanden nach einem untermeerischen Vulkanausbruch 1963 ist sie bis heute eine Sperrzone. Klangkomposition über ihre allmähliche Besiedelung mit unterschiedlichen Lebensformen.
Einzig einem Forscherteam wurde gestattet, die „neue Insel“ (isländisch „Nýey“) zu betreten. Die Wissenschaftler und Forscherinnen wollten dokumentieren, wie das Leben auf dem zunächst unfruchtbaren Boden Fuß fasst: Einzeller, Vögel, Robben siedeln sich langsam an. Die Bedingungen sind alles andere als ideal, denn Surtsey ist starken Korrosionsprozessen ausgesetzt.
Ausgestattet mit Unterwasser- und Richtmikrofonen haben sich Nicolas Perret und Silvia Ploner an die Fersen des Forscherteams geheftet, um die Klänge der kargen und rauen Landschaft von Surtsey und den umliegenden, teils bewohnten Inseln des Westmänner-Archipels zu dokumentieren. Ihr Hörstück ist eine abstrakte Konversation zwischen der Klanglandschaft von Surtsey und den Worten der Inselbesucher und -besucherinnen.

Nýey

Von Nicolas Perret und Silvia Ploner
Mit: Sturla Fridriksson, Borgbór Magnússon, Erling Ólafsson und Bjarni D. Sigurðsson (Surtsey Research Society)
Field Recordings: Nicolas
Perret und Silvia Ploner
Field Recordings auf Surtsey: Borgbór Magnússon
Mischung: François Bonnet
Deutschlandradio Kultur/La Turbine 2014
Länge: 35'29
Unterstützt durch: Du côté des ondes/Groupe de musiques vivantes de Lyon/Phonurgia Nova/Surtsey Research Society

Islands Songs sind die Künstler Silvia Ploner, geboren 1982 in Innichen/Italien, und Nicolas Perret, geboren 1978 in Nizza/Frankreich. Seit 2011 untersuchen sie unbekannte und mysteriöse Klangumgebungen und Klangphänomene. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „The forest within“ (2019).

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