Echo(ver)ortungen
Von Judith Geffert und Sarah Fartuun Heinze
Regie: die Autor*innen
Gesang und Sensitivity Listening: Malonda
Regieassistenz: Delia Lang
Ton: Andreas Stoffels
Dramaturgie: Katrin Moll
Länge: 12'00
Hörspiele und Dokus in 3D (2/4)
Wie können Menschen und Meeressäugetiere miteinander kommunizieren? Eine Kontaktaufnahme in 3D Audio © Benjavisa / Getty Images [M] Deutschlandradio/uo
Echo(ver)ortungen
13:20 Minuten

Menschen und Meeressäugetiere haben dieselben Vorfahren, die sich einst entschieden, verschiedene Wege zu gehen. Die einen blieben an Land, die anderen kehrten ins Wasser zurück. Wie können wir einander zuhören?
Wie Menschen ihre Beziehung zu Meeressäugetieren beschreiben, sagt mehr über sie aus als über die aquatischen Säugetiere selbst. Die sichtbarsten Beschreibungen folgen den Linien des Kolonialismus und des Kapitalismus. Was wäre, wenn wir diese gewaltvollen Pfade verlassen? “Ich folgte dem Beispiel der vielen Meeressäugetiere, die echoorten”, schreibt Alexis Pauline Gumbs in ihrem Buch „Unertrunken. Was ich als Schwarze Feministin von Meeressäugetieren lernte“. Inspiriert von ihren poetisch-philosophischen Meditationen und von Pauline Oliveros „Deep Listening“-Prinzip versuchen Judith Geffert und Sarah Fartuun Heinze eine Kontaktaufnahme über Lebensräume hinweg, in einer Welt aus Klang und Resonanzen.
Deutschlandfunk 3D-Audio – am besten mit Kopfhörern und nur in der Deutschlandfunk App in Dolby Atmos
3D-Audio ist wie geschaffen für Hörspiel und Doku: Man taucht ein und ist von Klang umhüllt. Was machen Künstler:innen damit? Wir stellen vier sehr unterschiedliche Auftragsarbeiten vor – zwei Features und zwei Hörspiele.
Vier Teams haben mittels 3D-Audio Technologie kurze Hörstücke produziert. Sie inszenieren mit den Mitteln des räumlichen Audios sehr unterschiedliche Situationen: Mal sitzen wir mitten in einem Orchester, dann tauchen wir im Meer und lauschen Walgesängen. Mal erwachen wir aus einem Traum und hören innere Stimmen streiten, dann jagen wir einen Geist, den man zwar nicht sehen aber doch hören kann.
Im Tonstudio werden Klänge üblicherweise frontal im Stereofeld zwischen zwei Lautsprechern platziert. Man kann es sich vereinfacht so vorstellen, als würde man die Klänge wie Farben verwenden und damit ein Bild auf eine Leinwand malen. Die Software Dolby Atmos ermöglicht nun Klänge wie Objekte in einem virtuellen Raum zu platzieren – als wäre man in das Bild auf der Leinwand hineingetreten und die Farben schweben in allen Richtungen um einen herum.






