Die wirkliche Lämmchenhaftigkeit
Von Ursula Krechel
Regie: Matthias Kapohl
Mit: Barbara Nüsse, Tanja Schleiff, Nelly Politt, Bianca Hauda, David Hugo Schmitz, Rita El Bali, Michel Koch
Besetzung: Kathi Bonjour
Ton und Technik: Christoph Rieseberg und Oliver Dannert
Komposition: Julia Klomfass
Dramaturgie: Sabine Küchler
Deutschlandfunk 2026
Über die Kindheit
"Dass die Kindheit lebenslänglich bleibt, sicherheitsverwahrt, niemals werde ich mich davon erholen..." © Education Images / Universal Images Group / Getty Images
Die wirkliche Lämmchenhaftigkeit

• Literatur • Was ist Kindheit? Wie lässt sie sich wiederfinden, wie von ihr erzählen? Eine poetische Spurensuche mit überraschenden Wendungen.
Fünf Personen suchen eine Kindheit. Eine Wunderkammer mit Puppen, Plüschtieren, gefalteten Papieren, die tief in ihnen vergraben ist oder ein Traum, der zärtlich auf der Zunge vergeht. Alle haben eine andere im Sinn, eine gegenwärtige, eine vom Tod überschattete, und eine reicht weit zurück in die Nachkriegszeit, als es noch Laufmaschenleserinnen gab.
Und alle fünf Personen sind große Lesende. Was sie in den Büchern finden und kommentieren, sind magische Momente, Erniedrigungen, von einer Mutter geduldete Übergriffe. Ein Jakind und ein Neinkind begleiten die Erwachsenen, fallen ihnen ins Wort. Mit einer überbordenden Sprachfantasie balanciert Ursula Krechels neues Hörspiel über einen weiten Horizont.
Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier, schreibt Lyrik, Romane, Essays und Hörspiele. Zuletzt erschien der Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“ (2025) und der Essay „Vom Herzasthma des Exils“ (2025). Für ihre literarische Arbeit erhielt sie viele Auszeichnungen, 2025 den Büchner-Preis.












