Undreaming the Dream House
Von Marina Rosenfeld
Deutschlandfunk 2026
Länge: 35‘30
Undreaming the Dream House - Klangkunst-Klassiker neu gehört

Sinustöne ohne Anfang und Ende, Licht in Magenta-, Rosa- und Violetttönen: Die Installation "Dream House" von LaMonte Young und Marian Zazeela gilt als Meilenstein der Klangkunst. Die Komponistin Marina Rosenfeld hinterfragt den Entstehungsmythos.
In den 1960er Jahren entwickelte das Künstlerpaar La Monte Young und Marian Zazeela die Klanginstallation "Dream House" - Zazeela schuf das Licht, Young den Sound. Doch während der Komponist als „Genie des Minimalismus“ gefeiert wurde, verblasste Marian Zazeelas künstlerische Identität.
Die Klangkünstlerin Marina Rosenfeld sieht darin eine Parallele zur Entwicklung des frühen Minimalismus: Gleichberechtigte Formen der künstlerischen Zusammenarbeit wichen autoritärer Dominanz. „Undreaming the Dream House“ steht für eine andere Art des Musizierens. Hier wird die einfache Lautäußerung zum Ausgangspunkt für das Zusammenspiel von Musikerinnen des Ensemble Contrechamps und ihren elektronischen Doubles.
Anschließend:
Marina Rosenfeld im Gespräch mit Marcus Gammel

Die Komponistin und Klangkünstlerin Marina Rosenfeld© Benjamin Piekut
Marina Rosenfeld setzt sich als Komponistin und Künstlerin seit den 1990er Jahren den grundlegenden Bedingungen von Klang und Musik auseinander. Sie arbeitete unter anderem mit Merce Cunningham Company, Warrior Queen, Sonic Youth, Christian Marclay and George Lewis. 2024 erhielt sie den "Herb Alpert Award in the Arts", 2025 war sie DAAD-Stipendiatin im Bereich Kunst und Medien.












