Südliche Autobahn
Von Julio Cortázar
Übersetzt von Rudolf Wittkopf
Bearbeitung und Regie: Jakob Gühring
Mit: Ursina Lardi
Komposition: Max Andrzejewski und Johannes Schleiermacher
Ton und Technik: Alexander Brennecke, Christoph Richter
Regieassistenz: Marie Permantier
Dramaturgie: Sabine Küchler
Besetzung: Kathi Bonjour
Deutschlandfunk 2026
Länge: 54‘36“
Julio Cortázar
Es wird Nacht, Tag, Herbst und Winter: Und nichts geht voran auf auf der Autobahn südlich von Paris © Doug Wilson / Getty Images
Südliche Autobahn
56:47 Minuten

• Klassiker • Südlich von Paris geraten an einem heißen Augustsonntag Zehntausende von Wochenendheimkehrern in einen gewaltigen Stau, der sich nicht mehr auflöst. Er wird sie monatelang gefangen halten.
"Niemand zweifelte, dass sich auf dieser Strecke ein schwerer Unfall ereignet hatte, denn wie sonst sollte man sich eine so unglaubliche Einschränkung der Fahrt erklären." So schreibt der argentinische Schriftsteller Julio Cortázar in seiner Erzählung „Südliche Autobahn“. 1966 geschrieben ist der Text über eine Gesellschaft im Stau längst zu einem Klassiker geworden. Die Reisenden registrieren gelassen, wie unzuverlässig ihr Zeitgefühl geworden ist. Tage und Jahreszeiten gehen ineinander über, gerade war noch Sommer, nun fällt plötzlich Schnee und noch immer hat man Paris nicht erreicht. Vielleicht wird man es nie erreichen. Man lebt im Stillstand, der nur von der Verheißung des Aufbruchs unterbrochen wird.
Julio Cortázar (1914 - 1984) gilt als Meister der phantastischen Literatur. Er hinterließ ein Werk, das es in seiner Modernität immer noch zu entdecken gilt. Seine Erzählungen und Romane sind Grenzgänge, Experimente mit unvorhersehbarem Ausgang. Dazu gehören der Roman „Rayuela“ und die Novelle „Der Verfolger“ sowie die brillanten Essays in „Reise um den Tag in 80 Welten“ und das Logbuch „Die Autonauten auf der Kosmobahn“.












