Über den Sinn des Strafens

Muss Strafe sein? (1/2)

JVA Tegel, Seidelstraße in Reinickendorf, Berlin.
In der Justizvollzugsanstalt Tegel treffen wir einen Langzeitinsassen, der sich auf das Leben nach dem Gefängnis vorbereitet © Jürgen Ritter / IMAGO
Von Johanna Bentz |
Das Bedürfnis nach Strafe ist universell. Aber was bewirkt sie? Im ersten Teil dieses Doppelfeatures besucht die Autorin jugendliche Häftlinge, Richterinnen und Richter und einen verurteilten Mörder, der seit elf Jahren hinter Gittern sitzt.
Strafen gehört zum Verhaltensrepertoire des Menschen. Schaden wird vergolten, Unrecht wird zurechtgerückt, Übeltäter werden gebessert – so sind zumindest die Ziele. Aber werden sie auch erreicht? Die Autorin, die als Dokumentarfilmerin häufiger Straftäter proträtiert hat, geht Schritt für Schritt die einzelnen Stationen unseres Strafwesens durch, schaut sich die Praxis an und fragt nach Alternativen. Sie beginnt mit jugendlichen Gefängnisinsassen und fragt sie, welche Strafen sie für gerecht halten. Eine Richterin und ein Richter erzählen von ihrer Arbeit. Und dann begegnen wir einem verurteilten Mörder, der nach Jahren in Haft sein Leben neu beginnen will.
Zu Teil 2 der Doku über den Sinn des Strafens: Muss Strafe sein? (2/2) Teil 2: Verletzung, Vergeltung, Alternativen

Ursendung

Muss Strafe sein? (1/2)
Teil 1: Mauern, Zellen, Gerichtssäle

Von Johanna Bentz
Regie: die Autorin
Mit: Lisa Hrdina, Torsten Föste 
Musik: Matthias Klein
Ton: Hermann Leppich
Deutschlandfunk 2026
Länge: ca. 54'40

Teil 2 am 21. März 18.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

Johanna Bentz, geboren 1982, studierte Regie für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für Film und Radio. Sendungen und Filme u.a.: „Crisis what crisis“ (Essayfilm über Griechenland, 2015), „Die Verführungskünstler“ (Dokumentarfilm 2012), „Corona Talks – Zufallsgespräche aus dem Lockdown“ (WDR 2020).

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