Hörspiel über Kinder, Tod und Trauer

    Tod – was soll das?

    56:35 Minuten
    Trauernden Kindern und Jugendlichen beizustehen führt oft auch Erwachsene an emotionale Grenzen. Zu sehen: Ein Mädchen mit geschlossenen Augen und wehenden Haaren. Der Hintergrund ist eine grüne Wand.
    Trauernden Kindern und Jugendlichen beizustehen führt oft auch Erwachsene an emotionale Grenzen. © EyeEm / Dmitry Ageev
    Von Gesche Piening · 30.03.2022
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    Trauernden Kindern beizustehen ist schwer. Es führt auch die Erwachsenen an emotionale Grenzen, macht hilflos, mitunter sprachlos. Das Hörspiel erzählt von Menschen, die sehr früh mit dem Tod konfrontiert wurden und schnell gelernt haben zu schweigen.
    Kinder und Jugendliche gehen von sich aus deutlich unbefangener an das Thema Trauer, Tod und Sterben heran als Erwachsene. Doch ihre konkreten Fragen, eigenwilligen Fantasien und Bewältigungsstrategien lassen ihr Umfeld oft verstummen. So lernen Kinder schnell, dass man über den Tod lieber keine Fragen stellt, will man keine unangenehmen Situationen heraufbeschwören. Der Umgang mit trauernden Menschen hat für uns wenig Selbstverständliches. Nahezu reflexhaft schieben wir die Trauer in den privaten Raum, wohin die Betroffenen sich so lange zurückziehen, bis es „nicht mehr so weh tut“. Diese Erfahrung prägt die Trauernden ein Leben lang. Wer wird einmal bei uns sein? Und wie können wir Menschen, die trauern, beistehen?

    Ursendung
    Tod – was soll das?
    Von Gesche Piening
    Regie: die Autorin
    Mit: Martin Rentzsch, Patrick Güldenberg, Jörg Schüttauf, David Bennent, Linn Reusse, Katharina Marie Schubert, Steffi Kühnert
    Komposition:Mathis Nitschke
    Ton und Technik: Thomas Monnerjahn und Eugenie Kleesattel
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur/BR 2022
    Länge: 56'30

    Gesche Piening, 1978 in Hamburg geboren, Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Dozentin. Ihre Theaterarbeiten sind bundesweit in diversen Theaterhäusern und auf Festivals zu sehen und überschreiten die Grenzen zwischen Theater, Literatur, Bildender Kunst und Hörfunk. Für ihre bisherige künstlerische Arbeit wurde sie 2016 mit dem Ödön-von-Horváth-Preis (Förderpreis) ausgezeichnet. Für den Hörfunk mehrere Radiofeatures und Hörspiele, 2021 Finalistin beim 70. Hörspielpreis der Kriegsblinden mit "Einsam stirbt öfter" (BR 2020). Zuletzt: "Bin pleite ohne mich" (BR/Deutschlandfunk Kultur 2021). Gesche Piening lebt in München.