Hörspiel: Bruchlinien aus der Wendezeit

    Gute Onkels

    55:31 Minuten
    Ossi oder Wessi, fragt ein Graffito an der Wand. Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung existieren diese Kategorien.
    Ist der Übergang vollzogen? © Imago / Müller-Stauffenberg
    Von Falk Rößler  · 06.10.2021
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    Ein Autor porträtiert seine drei Onkel aus Frankfurt an der Oder. Wie ist der Wiedervereinigungsprozess mit all den ungeahnten Chancen und sozialen Erschütterungen für sie gelaufen? Eine Suche nach den Rissen der Nachwendebiografien, 30 Jahre später.
    "Meine drei Onkel kommen aus Frankfurt an der Oder. Sie waren 18 und 20 Jahre alt, als die 'Wende' kam. Ihr Erwachsenenleben sollte gerade beginnen, da erlebten sie – wie alle Ostdeutschen – einen umgreifenden gesellschaftlichen Umbruch: Überzeugungen, Selbstverständlichkeiten und Zukunftspläne wurden auf den Prüfstand gestellt und mussten oftmals verworfen werden. Ungeahnte Möglichkeiten standen sozialen Verwerfungen gegenüber. Alles gleichzeitig. Mittlerweile sind 28 Jahre vergangen, der Übergang ist vollzogen. Aber die Bruchlinien sind noch da. Höchste Zeit für meine Generation, ihnen auf den Grund zu gehen." Falk Rößler

    Gute Onkels
    Von Falk Rößler
    Regie: der Autor
    Mit: dem Autor, Frank, René und Rocco, Christian Bangel, Michael Hiersche, Annika Pinske, Heike Rößler
    Ton: Alexander Brennecke, Andreas Stoffels, Eugenie Kleesattel
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
    Länge: 54'37
    Eine Wiederholung vom 17.06.2019

    Falk Rößler, geboren 1983 in Frankfurt (Oder), Regisseur, Performer, Komponist und Musiker in den Bereichen Theater, Performance und Tanz. Er bewegt sich sowohl in der Freien Szene als auch im Stadt- und Staatstheaterbereich. Mit seiner Theatergruppe FUX (mit Nele Stuhler und Stephan Dorn) wurde er 2014 und 2016 als bester deutschsprachiger Nachwuchskünstler in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" nominiert. 2016 Ponto Performance Preis. Für Deutschlandfunk Kultur: "FUX GEWINNT 4/3" (2017), "Witzig!" (2021, zusammen mit Tino Kühn und Nils Weishaupt).