3: Mama braucht eine Rolle – und jetzt?!

Filmkarriere, Absagen und Verlust des Partners

Skizze von zwei überdimensionalen Frauenköpfen auf einer Bühne, die sich anschauen, vom Vorhang umrahmt
Navas Mutter wollte schon als Jugendliche Schauspielerin werden. Aber dann wurde sie verheiratet. © Deutschlandradio/Ingrid Wenzel
Von Nava Ebrahimi |
Nava will ihrer Mutter etwas zurückgeben. Doch deren Traum von einer Hauptrolle wird auch für Nava zur Bewährungsprobe.
Es geht nichts weiter. Nava hat noch immer keine Rolle für ihre Mutter Bibi gefunden, obwohl sie glaubt, alle Hebel in Bewegung gesetzt zu haben. Ihre Freundin Proschat Madani, etablierte Schauspielerin, macht ihr auch keinen Mut: Selbst sie hat gerade Schwierigkeiten, Engagements zu finden. Und dann, plötzlich, stirbt Bibis Ehemann Ingo. Bibi verliert einen geliebten Menschen und steht mit 70 Jahren vor dem Nichts. Wie soll es weitergehen? Zusätzlich zu Tod, Begräbnis, Entrümpelung und Umzug belasten das Massaker an Protestierenden in Iran und später der Krieg Navas Mutter. Hat sie nach alldem noch die Kraft, ihren Traum zu verfolgen?
Nava glaubt fast nicht mehr daran, doch dann gibt ihr eine Produzentin auf einem Filmfestival einen wertvollen Tipp – und pünktlich zum Frühlingsbeginn öffnet sich eine neue Tür. Eine Rolle, Bibi wie auf den Leib geschnitten, rückt zum Greifen nah.

Mama braucht eine Rolle - und jetzt?! (3/4)
Filmkarriere, Absagen und Verlust des Partners
Von Nava Ebrahimi

Regie: die Autorin
Ton und Technik: Hendrik Manook und Oliver Dannert
Redaktion: Tina Klopp

Wiederholung am 30. Juni 2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren und in Köln aufgewachsen, studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre. Seit 2012 lebt sie als freie Schriftstellerin in Graz. Ihre Romane wurden u.a. mit dem Österreichischen Buchpreis/Debüt ausgezeichnet, 2021 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. Sie ist regelmäßige Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung und lehrt an der Filmakademie Wien.

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