1: I kann ned autofahren - und jetzt?!

Fahrangst, Abhängigkeitsverhältnisse und Leben in der Provinz

Skizze von einem Auto mit überdimensionalen Damenbeinen vor hellblauem Hintergrund
Lieber eine faule Feministin als gar keine! © Deutschlandradio/Ingrid Wenzel
Von Elisabeth Hager |
Kann man das Patriarchat stürzen, wenn man nicht mal das Auto aus der Garage bekommt? Über das Ende der Bequemlichkeit.
Elisabeth hat ein Talent: Sie kann wortreich analysieren, warum das Patriarchat dringend an ein Ende kommen sollte - während sie sich gleichzeitig seit 25 Jahren von Vater oder Ehemann durch die Welt kutschieren lässt. Ein Arrangement, das in Berlin-Kreuzberg noch als „Arbeitsteilung“ durchging, entlarvt sich nach dem Umzug in die bayerische Provinz als Logistikfalle und Lebenslüge. Denn wer über gläserne Decken schimpft, jedoch bei einer vereisten Windschutzscheibe kapituliert, muss sich fragen: Will ich eigentlich Freiheit, oder will ich nur jemanden, der mich sicher dorthin bringt?

I kann ned autofahren - und jetzt?! (1/2)
Fahrangst, Abhängigkeitsverhältnisse und Leben in der Provinz
Von Elisabeth Hager
Regie: die Autorin
Redakteurin: Tina Klopp
Deutschlandfunk 2026

Wiederholung am 07.07.2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

Elisabeth R. Hager, geboren 1981, aufgewachsen in Tirol, ist Schriftstellerin und Klangkünstlerin. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Ihr dritter Roman, „Der tanzende Berg“, erschien 2022. Als Teil der Gruppe „Liquid Center“ veröffentlichte sie 2024 den feministischen Kollektivroman „Wir kommen“ zu weiblichem Begehren, Sex und Alter. Zuletzt lief im Deutschlandfunk ihr künstlerisches Feature „GLORIA - Oder: Die erfüllten Wünsche“. Sie lebt mit ihrer Familie zwischen Berlin, den Alpen und Neuseeland.

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