Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

André Gide (1869-1951), Porträt aus dem Jahr 1912 von Jacques Emile Blanche.
André Gide (1869-1951), Porträt aus dem Jahr 1912 von Jacques Emile Blanche. © picture-alliance / /HIP
Nach André Gide · 27.12.2022
Vor vielen Jahren hat der jüngere Sohn mit einem Gutteil seines Erbes das Haus des Vaters verlassen. Nachdem er all sein Geld verschleudert und sein Glück in der Ferne nicht gefunden hat, kehrt er reumütig nach Hause zurück. Der Vater nimmt ihn freudig wieder auf.
In den Dialogen, mit denen André Gide das Gleichnis anreichert, kommen der verschollen geglaubte Sohn, beide Elternteile und der ältere Bruder zu Wort, der sich über die herzliche Wiederaufnahme des Heimgekehrten beschwert. Anders als im Lukas-Evangelium gibt es hier auch einen jüngeren Bruder, der es dem Herumtreiber gleichtun will. Die zentrale Frage all ihrer Gespräche: Was hatte den Sohn damals aus dem Elternhaus ins Ungewisse getrieben?

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes
Nach André Gide
Übersetzung aus dem Französischen: Rainer Maria Rilke
Bearbeitung: Hubert Beheim
Regie: Otto Kurth
Mit Theodor Loos, Hans Christian Blech, Martina Otto, Kurt Lieck, Jürgen Goslar und Wilhelm Kürten
Komposition: Bernd Scholz
Ton und Technik: Friedrich Wilhelm Schulz und Marlies Kranz
Produktion: SWF 1954
Länge: 39'19

André Paul Guillaume Gide (1869-1951), französischer Schriftsteller, veröffentlichte erste Verse in der 1889 von ihm mitbegründeten Zeitschrift „Potache-Revue“. 1947 Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Literatur für „unerschrockene Wahrheitsliebe und psychologischen Scharfsinn“. Zu seinen bekannten Werken gehören „Der schlechtgefesselte Prometheus“ (1899), „Die Pastoralsymphonie“ (1919), „Stirb und werde“ (1926), „Die Schule der Frauen“ (1929).

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