Der gute Gott von Manhattan
Von Ingeborg Bachmann
Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann
Mit: Markus Hering, Roland Koch, Max Simonischek, Marie-Luise Stockinger, Alina Fritsch, Lukas Watzl, Alois Frank, Markus Meyer, Katja Holm, Maria Happel, Nils Arztmann, Martin Zauner, Oskar Weilenmann
Komposition: Anna Bauer
Ton und Technik: Anna Kuncio und Simon Dünser
Regieassistenz: Alexandra Wimmer
ORF/Deutschlandfunk 2026
Länge: 54‘40
Hörspiel: Radikale Liebe
Im kapitalistischen Manhattan ist tief gefühlte Liebe nicht vorgesehen © WW News / Getty Images
Der gute Gott von Manhattan
56:07 Minuten

Was geschieht, wenn zwei Menschen einander radikal lieben – jenseits aller Regeln, jenseits aller Vernunft? Und wer oder was sorgt dafür, dass genau das nicht geschehen darf?
Das Stück beginnt mit einem Prozess: Der „gute Gott“ steht vor Gericht, angeklagt, eine junge Frau durch einen Bombenanschlag getötet zu haben. In Rückblenden entfaltet sich die Begegnung zwischen Jennifer und Jan. Es ist eine flüchtige, fast zufällige Bekanntschaft, die sich in wenigen Tagen zu einer existenziellen Grenzerfahrung verdichtet. Ihre Liebe entzieht sich jeder Konvention, jeder Berechenbarkeit. Doch wo Liebe in dieser Radikalität auftritt, so behauptet der „gute Gott“, gerät die Welt aus den Fugen.
Das Hörspiel aus dem Jahr 1958 wurde mit dem „Hörspielpreis der Kriegsblinden“ ausgezeichnet und seitdem mehrfach neu bearbeitet und inszeniert.
Ingeborg Bachmann (1926–1973) war 1951 bis 1953 Rundfunkredakteurin in Wien und lebte danach als freie Schriftstellerin in Italien, München und Zürich. Sie schrieb Lyrik, Prosa, Libretti, Essays, Hörspiele und arbeitete als Übersetzerin. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehört der Georg-Büchner-Preis (1964).














