Das Meer an sich ist weniger
Von Peter Wawerzinek
Regie: Wolfgang Rindfleisch
Mit: Carmen-Maja Antoni, Astrid Meyerfeldt, Lars Rudolph, Otto Sander, Martin Seifert, Ulrich Voß und Herbert Fritsch
Komposition: Daniel Prietz
Musik: Peter Wawerzinek (Gesang), Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot
Ton und Technik: Ernst Hartmann, Dagmar Schondey
Mitwirkung: Karl-Heinz Stevens
Deutschlandfunk 2000
Länge: 52‘23
Eine Wiederholung vom 18.03.2000
Hommage an das Meer
Sehnsuchtsort Ostsee: ein Hörspiel für alle (Städter), die Erholung an der Ostsee suchen © Martin Koebsch / IMAGO / Panthermedia
Das Meer an sich ist weniger

•Revue • Die Bolschewistische Kurkapelle marschiert auf, ein unermüdlicher Dirigent entlockt ihr schmissige Shanties und schrille Töne. Popsongs und Kneipenlieder vermischen sich mit lyrischen Textpassagen zu einer Hommage an das Meer.
Ein Leuchtturmwärter spielt auf der unendlichen Klaviatur des Meeres. Geschichten ziehen vorüber oder liegen wie Strandgut am Ufer. Ein Dichter versucht verzweifelt, das Chaos seiner vielen Geschichten zu ordnen, immer wieder abgelenkt vom Gesang der Sirenen ...
Es werden Bilder heraufbeschworen: von mondänen Damen in luftigen Sommergewändern und edel gekleideten Herren im Cut, wie sie auf Rügen auf- und abflanieren. Gekommen, um hier ihre Zivilisationsleiden, ihre überflüssigen Pfunde und ihren Lebensüberdruss zu kurieren. Der weite Horizont, die pittoresken Fischerdörfer, die knorrigen, maulfaulen Einheimischen: All dies zusammengenommen war – und ist bis heute – für den Berliner, Hamburger, Dresdner oder Leipziger eine Sommerfrische wert.
Peter Wawerzinek, geboren 1954 in Rostock, wuchs nach DDR-Flucht der Mutter in einem Kinderheim an der Ostsee auf. Seit 1988 arbeitet er als freier Schriftsteller, Hörspielautor und Regisseur. 2019 erschien sein hochgelobter Roman „Schluckspecht“, im gleichen Jahr erhielt er das begehrte Autorenstipendium der Villa Massimo in Rom.












