Ein Vater gegen die seltene Krankheit seines Sohnes

Breaking Dad – Xu Wei rettet sein Kind

Das am 20. Oktober 2021 aufgenommene Foto zeigt Xu Wei (links), wie er seinen Sohn Xu Haoyang, bei dem das Menkes-Syndrom diagnostiziert wurde, in seinem Heimlabor in Kunming in der südwestchinesischen Provinz Yunnan im Arm hält.
Xu Wei mit Haoyang in seinem Heimlabor. Für Pharmakonzerne lohnte sich die Forschung nicht. © AFP / JADE GAO
Von Baran Datlı |
Wie weit geht ein Vater, wenn der Tod seines Kindes unvermeidbar scheint? Haoyang wird mit dem Menkes-Syndrom diagnostiziert. Weil niemand eine Therapie entwickelt, baut sich Xu Wei in der Abstellkammer ein Labor. Er hat keine Ausbildung, keine Lizenz und zwei Jahre Zeit.
Xu Wei sitzt im Auto, als der Anruf kommt. "Bereiten Sie sich mental darauf vor", sagt der Arzt, "das Ergebnis des Gentests ist da". Dann buchstabiert er: "M-E-N-K-E-S". Xu Wei fährt rechts ran, tippt es ins Handy, findet aber kaum etwas über die seltene Krankheit. Nur: Kinder mit dieser Mutation sterben meist vor ihrem dritten Geburtstag. Haoyang ist ein Jahr alt. Ein Medikament gibt es nicht, kein Pharmakonzern will es herstellen. Der Schulabbrecher Xu Wei beschließt, es im Heimlabor selbst zu tun. Was er dabei gewinnen und verlieren wird, ahnt er noch nicht.

Breaking Dad – Xu Wei rettet sein Kind 
Von Baran Datlı
Regie: Giuseppe Maio
Redaktion: Christiane Habermalz 
Produktion: Deutschlandfunk/SWR 2026

Baran Datlı ist freier Reporter und Regisseur in Berlin. Er schreibt und produziert Auslandsreportagen und Dokumentationen. Für seinen Doku-Podcast „Hannes soll kein Russe werden“ gewann er den Deutschen Hörbuchpreis. Datlı ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule.

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