Das E-WERK in Luckenwalde

    Kunst im Kraftwerk

    25:41 Minuten
    Eine große, lichtdurchflutete Halle. Von der Decke hängt noch ein großer, schwarzer Haken. An eine Wand gelehnt sind zwei große Gemälde zu sehen.
    Ein Kunstprojekt, das mehr will als nur gefallen. © imago images/Eberhard Thonfeld
    Von Nina Hellenkemper · 11.03.2022
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    30 Kilometer vor Berlin, in Luckenwalde, haben zwei Kunstschaffende ein über 100 Jahre altes Braunkohle-Kraftwerk als Zentrum für zeitgenössische Kunst wiederbelebt. Hier wird nicht nur Kunst, sondern auch Strom produziert!
    Internationale Künstler und Künstlerinnen stellen in der Turbinenhalle aus. In den Werkstätten baut der künstlerische Leiter Pablo Wendel Skulpturen, die selber Strom produzieren. Ein altes Feuerwehrauto wurde so umgebaut, dass es als mobile Bühne durch die Lande fahren kann. Mit Hilfe vieler Ortsansässiger wurde auch das alte Elektrizitätswerk wieder ans Laufen gebracht. Statt Braunkohle wird jetzt Abfallholz verwertet. Der “Kunststrom”, der nicht im Gebäude verbraucht wird, wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist, um mit den Erlösen wieder Kunstprojekte zu finanzieren - ein nachhaltiger Kunst-Strom-Kreislauf und ein ungewöhnlicher Weg zu mehr künstlerischer Autonomie.
    Produktion: Deutschlandfunk 2022
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