Unser Vater, das Haus in Rumänien und wir

Schon lange kein Frühling

Ein weißhaariger älterer Mann sitzt in einem Zug neben einem kleinen Mädchen, das eine Puppe auf dem Arm hält. Beide haben Strohhüte auf.
Eine gemeinsame Zugfahrt von Alexandra mit ihrem Vater am Schwarzen Meer © privat
Ihr Vater ist 2013 mit 83 Jahren gestorben. Da war Maria 24, Alexandra 21 Jahre alt. Sein Testament endete mit den Worten, dass seine Töchter in seinem Willen weiterleben sollen. Was heißt das? Wie sollen sie leben? Hütete der Vater ein Geheimnis?
Er war nie ganz in Deutschland angekommen, sein Herz für immer in Rumänien geblieben, in dem Land, das er auf der Flucht vor dem kommunistischen Regime Ceausescus verlassen hatte.
Maria, die sonst in Berlin Romane schreibt, und Alexandra, die Filme in Hamburg macht, renovieren das Haus in Sibiel, einem Dorf in den rumänischen Karpaten, das für ihren Vater das Paradies war. Sie schleifen Dielen, schmieden Türgriffe, arbeiten Fensterrahmen auf, dichten das Dach ab. Sie sprechen zum ersten Mal über den Umgang mit ihrer Trauer. Auf der Suche nach ihrer Familie zwischen Rumänien und Deutschland, kommunistischem Regime und Demokratie, Freiheit und Exil, Republik und Revolution, Sehnsucht und Schweigen.

Schon lange kein Frühling
Unser Vater, das Haus in Rumänien und wir
Von Alexandra Bidian
Regie: Giuseppe Maio
Redaktion: Ulrike Toma
NDR 2026

Alexandra Bidian,1991 geboren, arbeitet als Autorin für die Redaktionen Stories und Dokumentarfilm beim NDR, lebt die Hälfte des Jahres in Hamburg und seit ihrer Recherche über ihren Vater auch in Rumänien.

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