Eintritt frei.
Eine Anmeldung zum Kölner Kongress 2026 ist hier möglich.
Die Veranstaltung findet im Deutschlandradio Funkhaus in Köln statt. Mehr Informationen zur Anfahrt hier. Sollte die Anmeldung nicht mehr möglich sein, begrüßen wir Sie gern an der Registrierung im Eingangsfoyer.
Freiräume – erkennen, nutzen, verteidigen

Menschen brauchen Freiräume. Im Privaten, bei der Arbeit, in der Öffentlichkeit. Was tun, wenn die Herausforderungen wachsen und diese Räume immer kleiner werden, etwa durch schwindende Ressourcen, KI oder die Angst vor dem Kontrollverlust?
Kölner Kongress zum Erzählen in den Medien
Ob im privaten Lebensumfeld oder der politischen und gesellschaftlichen Realität: Die Herausforderungen wachsen, und die Freiräume schwinden! So jedenfalls scheint es in Zeiten, in denen autoritäre Herrschaftsformen die Demokratie bedrohen, Verteidigungshaushalte wichtiger sind als Kulturausgaben, KI die Arbeitswelt umkrempelt und die Künste unter Gesinnungsverdacht stehen.
Wissenschaftliche, künstlerische, mediale und selbst ökonomische Freiräume sind kein Luxus. Wo sie fehlen, wird Leben funktional und Denken defensiv. Mehr denn je kommt es darauf an, wie wir in den Medien von der Wirklichkeit, aber auch den Möglichkeiten gelingenden Lebens erzählen. Denn Freiräume sind konstitutiver Bestandteil einer pluralistischen Demokratie – und eine Zumutung für Politiken, die diese autoritär einhegen oder libertär aushöhlen wollen.
Beim diesjährigen Kölner Kongress zum Erzählen in den Medien werden die Freiräume ausgelotet von Jürgen Kaube, Solmaz Khorsand, Claus Leggewie, Claudia Emmert, Frauke Rostalski, Mathias Greffrath, dem Syndikat Gefährliche Liebschaften, Oliver Schütte und vielen anderen.
An beiden Kongresstagen finden im Kammermusiksaal künstlerische Produktionen statt, am 27. März das Live-Feature „Making of: MENSCHHEIT“ von Philine Velhagen und Felizitas Stilleke und am 28. März gelangt die Bühnenperformance "Die Ästhetik des Widerstands – Variationen zu Peter Weiss" von Fabian Saul zur Aufführung.
Am 27. und 28. März 2026 im Funkhaus Köln
Freitag, 27.3.
18.00 Uhr, Foyer: Begrüßung und Keynote zur Eröffnung
Was ihr den Geist der Zeiten heißt …
Zum gegenwärtigen Streit zwischen Aufklärung und Romantik
Keynote zur Eröffnung, Jürgen Kaube
Zum gegenwärtigen Streit zwischen Aufklärung und Romantik
Keynote zur Eröffnung, Jürgen Kaube
Zwischen Daten und Deutung, Evidenz und Erfahrung, Fortschrittsglauben und Sinnsuche entstehen heute jene Konflikte, die unsere Zeit prägen: Misstrauen gegenüber Institutionen, Sehnsucht nach Authentizität oder Autorität, neue Formen der „Wiederverzauberung“ oder "alternative Fakten". Die intellektuelle Analyse unserer Situation steht dabei unter zwei gegensätzlichen Imperativen. Dem der Aufklärung, mittels Wissenschaft Licht und Verstand ins Dunkel zu bringen, und dem der Romantik, die Existenz dessen anzuerkennen, wovon es keine Wissenschaft gibt. Diese ideengeschichtliche Opposition bestimmt unsere Zeitdiagnosen bis heute.
19.15 Uhr: Live-Performance im Kammermusiksaal
Making of: MENSCHHEIT
von Philine Velhagen und Felizitas Stilleke (live ab 20.05 Uhr im DLF)
Kunsthochschule für Medien auf dem Kölner Kongress 2026
Begleitendes künstlerisches Programm von Studierenden der KHM und Christian Haake
Samstag, 28.3.
10.30 - 17.30 Uhr
Raum 1
Freiräume denken
Foyer
Host Thorsten Jantschek
10.30 Uhr: FREI RÄUMEN! - (K)ein Planspiel zur radikalen Reformation des Radios
Mathias Greffrath
Mathias Greffrath
11.30 Uhr: Ein bisschen Fliegen ist doch kein Problem – Wie weit geht die Verantwortung für den Klimawandel?
Frauke Rostalski im Gespräch
Frauke Rostalski im Gespräch
12.30 Uhr: Freiräume – Zwischen Wandel und Widerstand
Claudia Emmert
Claudia Emmert
Mittagspause 13.30-14.30 Uhr
KUNSTPAUSE
Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen
KUNSTPAUSE
Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen
14.30 Uhr: Aus Bestehendem schöpfen – Das Potenzial obsoleter Stadträume
Sabine Tastel
Sabine Tastel
15.30 Uhr: Der lange Atem – Wie können Freiräume durch eine Politik der kleinen Schritte verteidigt werden?
Solmaz Khorsand im Gespräch
Solmaz Khorsand im Gespräch
16.30 Uhr: Last Frontier - Die Tiefsee als letzter Freiraum des Planeten Erde
Claus Leggewie
Claus Leggewie
Samstag 28.3.
10.00 - 17.00 Uhr
Raum 2
Freiräume erzählen
PD Konferenzraum EG
Host Wolfgang Schiller
10.00 Uhr: Zukunft erzählen - Wie KI die Medienlandschaft übernimmt
Oliver Schütte
Oliver Schütte
11.00 Uhr: Open AI Story - Die Maschine, die uns zu verstehen scheint
Jasmin Körber und Christian Schiffer
Jasmin Körber und Christian Schiffer
12.00 Uhr: Nova auf die Eins - Wenn Radio selbst zum Freiraum wird
Dominik Evers
Dominik Evers
Mittagspause 13.00 Uhr -14.00 Uhr
KUNSTPAUSE
Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen
KUNSTPAUSE
Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen
14.00 Uhr: Hacking the Manosphere - Wenn das World Wide Web zur Bühne wird
Luzia Oppermann und Caspar Weimann (von onlinetheater.live)
Luzia Oppermann und Caspar Weimann (von onlinetheater.live)
15.00 Uhr: Die Stahlarbeiterin - Freiheit erkämpfe ich mir!
Ann Catherine Meyer und Lea Schlude
Ann Catherine Meyer und Lea Schlude
16.00 Uhr: Thüringen Supersong - Wo kommen wir zusammen?
Micha Kranixfeld und Nadja Sühnel vom Syndikat Gefährliche Liebschaften
Micha Kranixfeld und Nadja Sühnel vom Syndikat Gefährliche Liebschaften
Samstag 28.3.
18:00 Uhr: Hörspiel-Performance im Kammermusiksaal
Die Ästhetik des Widerstands – Variationen zu Peter Weiss
von Fabian Saul, nach dem Roman von Peter Weiss
Ausklang
Getränke, Gespräche und Musik
Getränke, Gespräche und Musik
Kurzfristige Änderungen im Programmablauf sind möglich.







