Programm zum Kölner Kongress 2026

    Freiräume – erkennen, nutzen, verteidigen

    Kölner Kongress 2026:  Freiräume – erkennen, nutzen, verteidigen – Erzählen in den Medien (27. bis 28. März 2026)
    Kölner Kongress 2026: Freiräume – erkennen, nutzen, verteidigen – Erzählen in den Medien (27. bis 28. März 2026) © Deutschlandradio
    Menschen brauchen Freiräume. Im Privaten, bei der Arbeit, in der Öffentlichkeit. Was tun, wenn die Herausforderungen wachsen und diese Räume immer kleiner werden, etwa durch schwindende Ressourcen, KI oder die Angst vor dem Kontrollverlust?

    Kölner Kongress zum Erzählen in den Medien

    Ob im privaten Lebensumfeld oder der politischen und gesellschaftlichen Realität: Die Herausforderungen wachsen, und die Freiräume schwinden! So jedenfalls scheint es in Zeiten, in denen autoritäre Herrschaftsformen die Demokratie bedrohen, Verteidigungshaushalte wichtiger sind als Kulturausgaben, KI die Arbeitswelt umkrempelt und die Künste unter Gesinnungsverdacht stehen.
    Wissenschaftliche, künstlerische, mediale und selbst ökonomische Freiräume sind kein Luxus. Wo sie fehlen, wird Leben funktional und Denken defensiv. Mehr denn je kommt es darauf an, wie wir in den Medien von der Wirklichkeit, aber auch den Möglichkeiten gelingenden Lebens erzählen. Denn Freiräume sind konstitutiver Bestandteil einer pluralistischen Demokratie – und eine Zumutung für Politiken, die diese autoritär einhegen oder libertär aushöhlen wollen.
    Beim diesjährigen Kölner Kongress zum Erzählen in den Medien werden die Freiräume ausgelotet von Jürgen Kaube, Solmaz Khorsand, Claus Leggewie, Claudia Emmert, Frauke Rostalski, Mathias Greffrath, dem Syndikat Gefährliche Liebschaften, Oliver Schütte und vielen anderen.
    An beiden Kongresstagen finden im Kammermusiksaal künstlerische Produktionen statt, am 27. März das Live-Feature „Making of: MENSCHHEIT“ von Philine Velhagen und Felizitas Stilleke und am 28. März gelangt die Bühnenperformance "Die Ästhetik des Widerstands – Variationen zu Peter Weiss" von Fabian Saul zur Aufführung.
    Am 27. und 28. März 2026 im Funkhaus Köln

    Eintritt frei.
    Eine Anmeldung zum Kölner Kongress 2026 ist
    hier möglich.
    Die Veranstaltung findet im Deutschlandradio Funkhaus in Köln statt. Mehr Informationen zur Anfahrt
    hier. Sollte die Anmeldung nicht mehr möglich sein, begrüßen wir Sie gern an der Registrierung im Eingangsfoyer.

    Freitag, 27.3.

    18.00 Uhr, Foyer: Begrüßung und Keynote zur Eröffnung

    Was ihr den Geist der Zeiten heißt …
    Zum gegenwärtigen Streit zwischen Aufklärung und Romantik
    Keynote zur Eröffnung, Jürgen Kaube
    Zwischen Daten und Deutung, Evidenz und Erfahrung, Fortschrittsglauben und Sinnsuche entstehen heute jene Konflikte, die unsere Zeit prägen: Misstrauen gegenüber Institutionen, Sehnsucht nach Authentizität oder Autorität, neue Formen der „Wiederverzauberung“ oder "alternative Fakten". Die intellektuelle Analyse unserer Situation steht dabei unter zwei gegensätzlichen Imperativen. Dem der Aufklärung, mittels Wissenschaft Licht und Verstand ins Dunkel zu bringen, und dem der Romantik, die Existenz dessen anzuerkennen, wovon es keine Wissenschaft gibt. Diese ideengeschichtliche Opposition bestimmt unsere Zeitdiagnosen bis heute. 

    19.15 Uhr: Live-Performance im Kammermusiksaal
    Making of: MENSCHHEIT
    von Philine Velhagen und Felizitas Stilleke (live ab 20.05 Uhr im DLF) 

    Kunsthochschule für Medien auf dem Kölner Kongress 2026

    Begleitendes künstlerisches Programm von Studierenden der KHM und Christian Haake

    Samstag, 28.3.

    10.30 - 17.30 Uhr
    Raum 1
    Freiräume denken

    Foyer
    Host Thorsten Jantschek
    10.30 Uhr: FREI RÄUMEN! - (K)ein Planspiel zur radikalen Reformation des Radios
    Mathias Greffrath
    11.30 Uhr: Ein bisschen Fliegen ist doch kein Problem – Wie weit geht die Verantwortung für den Klimawandel?
    Frauke Rostalski im Gespräch
    12.30 Uhr: Freiräume – Zwischen Wandel und Widerstand
    Claudia Emmert
    Mittagspause 13.30-14.30 Uhr
    KUNSTPAUSE
    Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen
    14.30 Uhr: Aus Bestehendem schöpfen – Das Potenzial obsoleter Stadträume
    Sabine Tastel
    15.30 Uhr: Der lange Atem – Wie können Freiräume durch eine Politik der kleinen Schritte verteidigt werden?
    Solmaz Khorsand im Gespräch
    16.30 Uhr: Last Frontier - Die Tiefsee als letzter Freiraum des Planeten Erde
    Claus Leggewie

    Samstag 28.3.

    10.00 - 17.00 Uhr
    Raum 2
    Freiräume erzählen

    PD Konferenzraum EG
    Host Wolfgang Schiller
    10.00 Uhr: Zukunft erzählen - Wie KI die Medienlandschaft übernimmt
    Oliver Schütte
    11.00 Uhr: Open AI Story - Die Maschine, die uns zu verstehen scheint
    Jasmin Körber und Christian Schiffer
    12.00 Uhr: Nova auf die Eins - Wenn Radio selbst zum Freiraum wird
    Dominik Evers
    Mittagspause 13.00 Uhr -14.00 Uhr
    KUNSTPAUSE
    Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen
    14.00 Uhr: Hacking the Manosphere - Wenn das World Wide Web zur Bühne wird
    Luzia Oppermann und Caspar Weimann (von onlinetheater.live)
    15.00 Uhr: Die Stahlarbeiterin - Freiheit erkämpfe ich mir!
    Ann Catherine Meyer und Lea Schlude
    16.00 Uhr: Thüringen Supersong - Wo kommen wir zusammen?
    Micha Kranixfeld und Nadja Sühnel vom Syndikat Gefährliche Liebschaften

    Samstag 28.3.

    18:00 Uhr: Hörspiel-Performance im Kammermusiksaal

    Die Ästhetik des Widerstands – Variationen zu Peter Weiss
    von Fabian Saul, nach dem Roman von Peter Weiss

    Ausklang
    Getränke, Gespräche und Musik
    Kurzfristige Änderungen im Programmablauf sind möglich.
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