Live-Performance: Gertraud Klemm, Ulli Lust, Carel van Schaik, Felizitas Stilleke, Philine Velhagen, Oleg Zhukov, Christiane Nothofer, Sprechensemble, das Publikum u.a.
In Kooperation mit Drama Köln e.V., gefördert durch das Kulturamt Köln
Konzept und Idee: Felizitas Stilleke und Philine Velhagen
Ton und Technik: Michael Morawietz, Christoph Rieseberg, Wolfgang Rixius, Pascal Bolz und Lukas Fehling
Regieassistenz: Paula Pohlus
Produktionsleitung: Marcel Mosel
Aufnahmeleitung: Anna Seibt
Redaktion: Tina Klopp
Deutschlandfunk 2026
Länge: ca. 54’30
Making of: MENSCHHEIT

Live Performance im Kammermusiksaal am 27.3.2026 um 19.30 Uhr
(live ab 20.05 Uhr im DLF)
Stellt man sich den Sound der Steinzeit vor, haben wir Hollywoodfilme wie „Am Anfang war das Feuer” oder „10.000 B.C.” im Ohr, die den Anschein erwecken, die Prähistorie war bevölkert von jagenden, grölenden und kämpfenden Männern. Zeit für Neuaufnahmen!

Felizitas Stilleke ist freie Dramaturgin, Künstlerin und Kuratorin. Seit über 15 Jahren programmiert sie Theaterfestivals und leitet kulturpolitische Konferenzen. Seit 2020 veröffentlicht sie autofiktionale Podcast-Sessions und Features, in denen sie vermeintlich private Themen wie ihre Scheidung, Nicht-Mutterschaft oder die Demenz ihres Vaters einer öffentlichen Diskursumwidmung unterzieht. Beim Deutschlandfunk hat sie "Das Sakrament der Scheidung" sowie die Serie "Goodbye Stranger" veröffentlicht.
Philine Velhagen erforscht in ihren Hörspielen, Features und partizipativen Theaterarbeiten die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem - oft in Form radikaler Selbstversuche.
Mit ihren partizipativen Theaterprojekten ist sie auf verschiedenen Festivals wie FAVORITEN, HAUPTSACHE FREI und POLITIK IM FREIEN THEATER eingeladen worden. Unter ihrem Pseudonym Karen Muster gewann sie 2024 den Robert Geisendörfer sowie den dokka Preis.
Ulli Lust, österreichische Comiczeichnerin, Illustratorin und Autorin, lebt seit vielen Jahren in Berlin. In ihren Arbeiten verbindet sie autobiografische, dokumentarische und gesellschaftspolitische Fragestellungen mit einer feministischen Perspektive. Für ihren Sachcomic „Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte“ wurde sie 2025 als erste Comic-Autorin mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet. Mit dem Fortsetzungsband "Die Schamaninnen", der im März 2026 erscheinen soll, will sie das Projekt fortsetzen. Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist Ulli Lust als Professorin tätig und engagiert sich für Comics als kritische und emanzipatorische Kunstform.
Carel van Schaik, niederländischer Evolutionsbiologe und Anthropologe. In seiner Forschung verbindet er Erkenntnisse aus der Primatenforschung mit Fragen nach Ursprung, Kultur und sozialen Strukturen des Menschen. Gemeinsam mit dem Historiker Kai Michel hat er mehrere Bücher über die Entwicklung der Menschheit geschrieben. Darin richten die beiden auch einen kritischen Blick auf die Entstehung patriarchaler Machtverhältnisse und zeichnen die frühe Menschheitsgeschichte nach. Van Schaik lehrte viele Jahre an der Universität Zürich und beteiligt sich mit seinen Arbeiten an aktuellen Debatten über Geschlechterverhältnisse, kulturelle Evolution und alternative Perspektiven auf die Geschichte des Menschen.
Gertraud Klemm, österreichische Schriftstellerin und feministische Denkerin. In ihren literarischen und essayistischen Arbeiten verbindet sie gesellschaftspolitische Analyse mit einer feministischen Haltung. In ihrer 2025 erschienenen Streitschrift „Abschied vom Phallozän. Ein feministisches Manifest“ ruft die studierte Biologin offiziell das Ende des Zeitalters des Mannes aus und fordert ein radikales Umdenken in Politik, Wissenschaft und Alltag. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit beteiligt sich Gertraud Klemm engagiert an öffentlichen Debatten zu Feminismus, Machtstrukturen und gesellschaftlichem Wandel.










