Präsentation von Oliver Schütte am 28.3. um 10.00 Uhr, Raum 2
Ist die Medienbranche tot, bevor sie es selbst bemerkt hat? Seit einiger Zeit zeichnet sich durch KI eine Entwicklung ab, die uns mit rasanter Geschwindigkeit in ein neues Zeitalter führt. Doch sind die, die in dieser Branche arbeiten, darauf vorbereitet? Sind wir als Gesellschaft bereit, dass die KI entscheidende Prozesse übernimmt?
Oliver Schütte wirft einen Blick in die Zukunft. Er zeigt Chancen auf, warnt aber auch vor Risiken und negativen Folgen. Zudem geht er auf die Frage ein, ob wir Akteure dieser Entwicklung sein können oder ob wir nur Zuschauer bleiben werden.
Oliver Schütte© Gerhard Kassner
Oliver Schütte, geboren in Hamburg, ist ein renommierter deutscher Drehbuchautor, Dramaturg und Experte für Storytelling, der seit 1986 in der Filmbranche tätig ist. Nach dem Studium der Film- und Theaterwissenschaften in Berlin erhielt er 1988 den Deutschen Drehbuchpreis für "Koan". Schütte gründete die Master School Drehbuch und ist spezialisiert auf KI im Filmbusiness sowie auf Stoffentwicklung.
Präsentation von Jasmin Körber und Christian Schiffer am 28.3. um 11.00 Uhr, Raum 2
Wie nähert man sich journalistisch einem Unternehmen, das angetreten ist, die Menschheit zu schützen – und heute zu den mächtigsten Akteuren der KI-Revolution gehört? Jasmin Körber und Christian Schiffer geben exklusive Einblicke in den Maschinenraum des Podcasts „Die Open AI-Story“, sie erzählen von ihren Recherchen, von kniffligen redaktionellen Entscheidungen und wie KI dabei hilft, den Überblick zu behalten. Und sie erklären, was sie an Tech-Milliardären wie Sam Altman oder Peter Thiel interessiert und wie man über sie berichtet, ohne ihnen zu verfallen.
Christian Schiffer© Michael Förtsch
Jasmin Körber© Anne Hinder
Christian Schiffer ist Autor, Speaker und Leiter des BR-Ressorts „Netzwelt“. Er arbeitet an der Schnittstelle von Politik, Popkultur und digitalen Medien. Für seine Beiträge wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Grimme Online Award. Er ist Redakteur von „Der KI-Podcast“, dem ARD-Podcast zur KI-Revolution, und Co-Autor des Erfolgspodcasts „Die Peter Thiel-Story“.
Jasmin Körber ist Formatentwicklerin und Journalistin mit einem Fokus auf dokumentarische Erzählformen in Audio und Video. Als Autorin prägte sie zuletzt unter anderem die Produktionen "Inside Kabul Luftbrücke" (Spotify), "Geisterjäger" (SWR) und "Die Peter Thiel Story" (Deutschlandfunk) mit.
Präsentation von Dominik Evers am 28.3. um 12.00 Uhr, Raum 2
Was bewegt die Nova-Community wirklich? Worüber wollen die Hörerinnen und Hörer sprechen – und welche Musik gehört zu ihrem Leben? Diesen Fragen widmete sich Deutschlandfunk Nova in einer besonderen Mitmach-Aktion: „Nova auf die Eins“. Sechs Wochen lang, vom 29. September bis zum 7. November 2025, durfte jeden Morgen eine Hörerin oder ein Hörer zur besten Sendezeit für zehn Minuten das Radioprogramm selbst gestalten mit Themen, die sie bewegen, und Musik, die ihnen etwas bedeutet. Das Fazit nach der Aktion: „Nova auf die Eins“ war ein großer Erfolg, echter Dialog mit dem Publikum. Dominik Evers, Redaktionsleiter Audio bei Deutschlandfunk Nova, präsentiert die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Aktion.
Dominik Evers ist Redaktionsleiter Audio bei Deutschlandfunk Nova – redaktionell zuständig für das lineare Radioprogramm und die Podcasts. Davor war er Redakteur bei Deutschlandfunk Nova in Berlin und Moderator und Redakteur bei verschiedenen Stationen in Deutschland, unter anderem DASDING, MDR JUMP und Fritz vom rbb.
Präsentation von Luzia Oppermann und Caspar Weimann am 28.3. um 14.00 Uhr, Raum 2
Hacking the Manosphere© Getty Images / Justin Paget
Fantasien männlicher Vorherrschaft verbreiten sich auf TikTok in Form von Dating-, Business- oder Selbstoptimierungs-Tipps. Luzia Oppermann und Caspar Weimann zeigen, wie man das, was dort geschieht, zu einer künstlerischen Intervention machen kann und dabei zugleich die drohenden Radikalisierungsmechanismen unterwandert.
Caspar Weimann© Stella Butz
Luzia Oppermann© Katharina Kraft
Luzia Oppermann und Caspar Weimann sind Teil von "onlinetheater.live", einem Kollektiv von Theater-, Medien- und Kunstschaffenden, das Projekte auf Sozialen Netzwerken, in Apps und auf selbst entwickelten Websites durchführt. Es erforscht, inwiefern das Internet das größte Theater unserer Wirklichkeit ist, und sucht nach Mitteln und Wegen, sich dort als aktive Mitgestaltungskraft zu behaupten. Zuletzt erhielten sie für ihr Projekt “Myke” den Theaterpreis FAUST, den Berliner Präventionspreis und eine Einladung zur re:publica.
Präsentation von Lea Schlude und Ann Catherine Meyer am 28.3. um 15.00 Uhr, Raum 2
Lotti ist eine Frau, die Verantwortung übernimmt - im Job, arbeitspolitisch und privat.© ZDF / 3Sat / Laura Emma Hansen
Lotti bringt in Gelsenkirchen die grüne Transformation voran und kämpft gegen den Rechtsruck. Sie erringt und verteidigt ihre Freiräume ganz real. Autorin Lea Schlude erzählt mit ihrer Protagonistin von der Radioreise in die Fabrikhalle von thyssenkrupp, wo Maschinenbautechnikerin Ann Catherine Meyer, von ihren Freunden Lotti genannt, in der Männerdomäne Stahl für mehr Gerechtigkeit, Diversität und Umweltschutz kämpft. Und wie daraus das Hörbild der "Stahlarbeiterin" wurde.
Lea Schlude© Ezequiel Zaidenwerk
Ann Catherine Meyer© Annette Hauptmann
Lea Schlude, geboren 1990, ist in Deutschland und Italien aufgewachsen und lebt in Berlin. Ihr Langfilmdebüt „San Cipriano Road“ wurde international ausgezeichnet. Für ihr aktuelles Langfilmprojekt „Hazy Valley“ über das indigene Los Angeles erhielt sie das Wim-Wenders-Stipendium. 2023 nahm sie an der Documentary Campus Masterschool teil. Der Dokumentarfilm „Stahlarbeiterin” ist aktuell in der 3sat-Mediathek zu sehen.
Ann Catherine Meyer, geboren 1997, ist im Ruhrgebiet aufgewachsen und absolvierte eine Ausbildung zur Industriemechanikerin sowie eine Fortbildung zur Maschinenbautechnikerin. Sie war sieben Jahre in der Instandhaltung des Stahlwerks von thyssenkrupp in Gelsenkirchen tätig und gehörte von 2022 bis 2025 zu den jüngsten Betriebsrätinnen Deutschlands. Seit ihrer Ausbildung ist sie gewerkschaftlich in verschiedenen Gremien der IG Metall aktiv. Derzeit studiert sie in Wien Maschinenbau, um neue Perspektiven auf Arbeit, Industrie und gesellschaftlichen Wandel zu gewinnen.
Präsentation von Micha Kranixfeld und Nadja Sühnel am 28.3. um 16.00 Uhr, Raum 2
Wie klingt Thüringen heute? Und kann eine feierliche musikalische Selbstdarstellung Thüringens in einer Zeit multipler Krisen gelingen?
Nadja Sühnel und Micha Kranixfeld lassen hier erlebbar werden, wie ein Roadtrip mit Kloß und Holle durch Musikkulturen und vorpolitische Räume möglich werden konnte.
Es ist die Chronik einer sonischen Annäherung: Welche Musik erklingt in Thüringen bei Festumzügen, Bratwurstparties, Bergmanns-Chören oder beim Skisprung-Cup?
Nadja Sühnel© Syndikat Gefährliche Liebschaften
Micha Kranixfeld© Syndikat Gefährliche Liebschaften
Nadja Sühnel und Micha Kranixfeld sind Teil von "Syndikat Gefährliche Liebschaften" und verbinden sich mittels sozial engagierter Kunst mit ländlichen Räumen und Gemeinschaften. In ihrer Arbeit üben sie das Erzählen über und aus Peripherien, die zu einem Perspektivwechsel einladen und unsere Verflechtungen miteinander zeigen. In ihrer prozessorientierten Arbeit steht die Entwicklung von Beziehungen im Mittelpunkt. Dabei entstehen Ausstellungen, Hörspiele, Feste oder Spaziergängen – die Form orientiert sich an der lokalen Konstellation.