Hörspiel über Insolvenz und Ungleichheit

    bin pleite ohne mich

    53:21 Minuten
    Geld in Form von Münzen liegt auf einer Ablagefläche
    Die Sendung beschäftigt sich mit Formen gesellschaftlicher Ungleichheit und den damit verbundenen Lebensrealitäten. © picture alliance / Wedel/Kirchner-Media | Wedel/Kirchner-Media
    Von Gesche Piening · 29.09.2021
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    Pleite sein, bankrottgehen, hochverschuldet leben, Privatinsolvenz anmelden – das sind Bedrohungen, die wir uns lieber nicht so genau ausmalen und schon gar nicht selbst erleben möchten. Aber was, wenn es doch passiert?
    Hier spricht das erschütterte Selbstwertgefühl jener, die nicht mehr mithalten können. Das Hörspiel zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der auch die Chancen auf Rehabilitierung unterschiedlich verteilt sind: Für die eine ist die Privatinsolvenz "das Problem ihres Lebens", für den anderen nur ein Problem in einer Kette von Problemen, die es ein Leben lang abzuarbeiten gilt. Die Autorin beschäftigt sich mit Formen gesellschaftlicher Ungleichheit und den damit verbundenen Lebensrealitäten: "Durch zahlreiche Interviews mit Betroffenen verschiedener sozialer Milieus habe ich festgestellt: selbst pleite sind nicht alle gleich… soziale, wirtschaftliche und psychologische Ungleichheiten perpetuieren sich im finanziellen Ruin."

    Ursendung
    bin pleite ohne mich
    Von Gesche Piening
    Mitwirkende:
    Herr Rissler: Stefan Bissmeier
    Frau Hübner: Katja Bürkle
    Herr Schack: Martin Feifel
    Frau DeLongo: Julia Gräfner
    Expertin: Raphaela Möst
    Stimme: Andreas Neumann
    Herr Kant: Murali Perumal
    Frau Fiedlier: Nina Steils
    Frau Deining: Cathrin Störmer
    Komposition: Mathis Nitschke
    Kontrabass: Leonhard Schilde
    Schlagzeug: Erik Kosta
    Dramaturgie: Katja Huber
    Ton: Michael Krogmann
    Technik: Adele Kurdziel

    Produktion: BR / Deutschlandfunk Kultur 2021
    Länge: 53'15
    Das Hörspiel steht Ihnen ab dem Sendetag zum Download zur Verfügung.

    Gesche Piening, geb. 1978, Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Dozentin, bundesweit interdisziplinäre Kunstproduktionen in Theaterhäusern und auf Festivals, mehrere preisgekrönte Feature, Ödön-von-Horváth-Förderpreis 2016 für ihr bisheriges Werk. Recherchestipendium im Rahmen von Neustart Kultur des Fonds Daku/Take Care für "bin pleite ohne mich". Für den BR Radioarbeiten, u.a. "Besser ist nicht gut genug. Leben in der atemlosen Gesellschaft" (2016), "Heute mit beschränkter Haftung? Keine Gesellschaft ohne Zukunft" (2017), "Einsam stirbt öfter. Ein Requiem" (2020). Die Recherchen zu "bin pleite ohne mich" wurden gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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    .© Piening