Der Weckruf
Ugandas Kampf gegen AIDS nach dem Aus von USAID
Von Bettina Rühl
Regie: Matthias Kapohl
Ton und Technik: Hendrik Manook und Valentin Brockmann
Redaktion: Wolfgang Schiller
Deutschlandfunk 2026
Ugandas Kampf gegen AIDS nach dem Aus von USAID
Patienten erhalten HIV- und AIDS-Behandlungen in Uganda, während Unsicherheit über die Finanzierung durch USAID für Unruhe sorgt © Getty Images / Hajarah Nalwadda
Der Weckruf

Die Zerschlagung von USAID war ein Schock. Auch für viele HIV-infizierte Menschen in Uganda. Viele lokale Hilfskräfte wurden entlassen. Das einst erfolgreiche HIV-Programm steht auf der Kippe. Können die Menschen in Uganda selbst die Lücke füllen?
„Werden wir jetzt alle sterben?“, fragte sich Penelope Kyarikunda vor rund einem Jahr. Im Radio hatte die 23-Jährige gehört, dass US-Präsident Donald Trump alle Zahlungen der US-amerikanischen Entwicklungsagentur USAID weltweit für 90 Tage auf Eis gelegt hatte. Kyarikunda ist HIV-positiv, ebenso wie ihr damals vierjähriger Sohn Sheldon. Die antiretroviralen Medikamente, die ihr und Sheldon das Leben retten, waren bis dahin von den USA bezahlt worden. Als Kyarikunda vom Stopp der US-amerikanischen Zahlungen erfuhr, war sie gerade wieder schwanger.
Auch Benard Turyasiima verfiel vor einem Jahr in eine Art Panik, fürchtete sich vor dem nahen Tod – er ist seit Jahrzehnten HIV-positiv, aber gesund. Nun trieb ihn die Frage um, ob das so bleiben würde. Mittlerweile wurde die US-Agentur USAID zerschlagen, nur einen Bruchteil der Zahlungen hat die US-Regierung übernommen.
Monate nach dem Aus von USAID besucht die Autorin Kyarikunda und Turyasiima in Uganda noch einmal. Was ist aus ihnen geworden? Sie trifft auch Menschen wieder, die HIV-Patientinnen und Patienten bis zum Ende der US-Entwicklungsagentur unterstützt haben. Wie steht es um das bisher sehr erfolgreiche HIV-Programm Ugandas?
Bettina Rühl, geboren 1965 in Bad Homburg, lebt seit 2011 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Von dort berichtet sie für den ARD-Hörfunk, Zeitungen und Magazine. Seit 2011 ist sie Mitglied des Korrespondentennetzwerks weltreporter.net, seit 2024 dessen Vorsitzende.












