Ausbeutung in Thailands Fischereiwirtschaft

Sklavenfischer

April 30, 2013 - Mahachai, Samut Sakhon, Thailand - thailändisches Fischereiboot
Fischerboot in Mahachai, Samut Sakhon, Thailand © imago images/ZUMA Wire
Von Alfred Breier · 28.06.2022
Auf vielen Booten schuften Arbeitssklaven – wer aufbegehrt, verschwindet auf hoher See. Schon 2015 drohte Thailand ein Exportverbot. Der weltgrößte Hersteller von Thunfischkonserven versprach Reformen. Geändert hat sich seitdem wenig.
Alfred Breier recherchiert vor Ort und stößt auf Angst: Nur an geheimen Orten erzählen Fischer von Zwangsarbeit, Lohnknechtschaft, verschwundenen Kollegen. Polizisten, die gegen korrupte Militärs und Politiker ermitteln, werden ermordet oder flüchten ins Ausland. Staatliche Inspekteure klagen dagegen über „vom Westen aufgezwungene Maßnahmen“, Kapitäne über teure Überwachungstechnik.
Die USA haben Thailand inzwischen auf ihre Beobachtungsliste für Menschenhandel gesetzt. Aber die Europäische Kommission begrüßt die Regierung als „neuen engagierten Partner im Kampf gegen illegale Fischerei“. - Essen wir noch immer Fisch, der von Arbeitssklaven gefangen wurde?

Sklavenfischer
Ausbeutung in Thailands Fischereiwirtschaft
Von Alfred Breier

Regie: Matthias Kapohl
Redaktion: Wolfgang Schiller
Produktion: Deutschlandfunk/BR/HR/ORF/RB 2022

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