Septembergewitter (1/2)

Von Friedo Lampe |
Wie idyllisch dort unten die Stadt in der Sonne des Spätsommertags liegt: Bremen, am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Kreuze und Grabsteine des Friedhofs als winziges Muster. Wie schön, findet Mary, die mit ihrem Vater in einem Fesselballon auf dem Weg nach England ist.
"Das sieht nur von oben so aus." Das frisch geschaufelte Grab ist von oben nicht zu sehen. Ein ungeklärter Mord hat die Bürger aus der trägen Caféstimmung gerissen. Dumpf brütet die Stadt vor sich hin. Am Himmel braut sich ein Gewitter zusammen.

Septembergewitter
Von Friedo Lampe
Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus
Mit: Sylvester Groth, Antje von der Ahe, Hannah Detken, Fritz Fenne, Wolfram Grüsser, Ingeborg Heidorn, Ursula Hinrichs, Katharina Hülz, Heidi Jürgens, Wolfgang Krassnitzer, Raiko Küster, Günter Kütemeyer, Thomas Kylau, Hermann Lause, Siegfried Maschek, Renato Grünig, Andreas Pietschmann, Siemen Rühaak, Konstantin Graudus, Hinnerk Schönemann, Guido Gallmann, Gustav Peter Wöhler, Jan Hermann, Gabriela Maria Schmeide, Jakob Gleim, Klaus Nowicki, Ilja Roßbander, Susanne Schrader, Bernhard Wessels, Rolf B. Wessels, Henrik Zimmermann, Jördis Triebel, Ingrid Waldau
Komposition: Michael Riessler
Musik: Iris Kupke (Singstimme), Michael Riessler (Klarinette), Anna Lewis (Viola), Jörn Anders (Trompete), Renate Bratschke (Orgel)
Ton und Technik: Peter Nielsen, Klaus Schumann, Kristine Rockstroh
RB/DLR Berlin/NDR 2003
Länge: 83'37

Friedo Lampe (1899–1945) war Schriftsteller, Literaturhistoriker und Lektor. Er studierte Literaturwissenschaft und promovierte 1928. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Bibliothekar und Lektor zog er 1934 nach Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1945 von sowjetischen Soldaten erschossen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Roman „Am Rande der Nacht“ (1933) und „Septembergewitter“ (1937). Lampe wird dem magischen Realismus zugerechnet, seine Werke erfuhren posthum zunehmende Anerkennung.

Fortsetzung am 14. September 21.33 Uhr