Septembergewitter
Von Friedo Lampe
Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus
Mit: Sylvester Groth, Antje von der Ahe, Hannah Detken, Fritz Fenne, Wolfram Grüsser, Ingeborg Heidorn, Ursula Hinrichs, Katharina Hülz, Heidi Jürgens, Wolfgang Krassnitzer, Raiko Küster, Günter Kütemeyer, Thomas Kylau, Hermann Lause, Siegfried Maschek, Renato Grünig, Andreas Pietschmann, Siemen Rühaak, Konstantin Graudus, Hinnerk Schönemann, Guido Gallmann, Gustav Peter Wöhler, Jan Hermann, Gabriela Maria Schmeide, Jakob Gleim, Klaus Nowicki, Ilja Roßbander, Susanne Schrader, Bernhard Wessels, Rolf B. Wessels, Henrik Zimmermann, Jördis Triebel, Ingrid Waldau
Komposition: Michael Riessler
Musik: Iris Kupke (Singstimme), Michael Riessler (Klarinette), Anna Lewis (Viola), Jörn Anders (Trompete), Renate Bratschke (Orgel)
Ton und Technik: Peter Nielsen, Klaus Schumann, Kristine Rockstroh
RB/DLR Berlin/NDR 2003
Länge: 40'34
Septembergewitter (2/2)
"Und das Gewitter rauschte über die Stadt dahin, und die Blumen lagen zerquetscht an der Erde." Leutnant Charisius, der Geliebte der ermordeten Lehrerin, lässt seine Kompanie marschieren. Der Mond steigt rot und rund über die Dächer, und Dichter Runge wartet auf den Organisten, der vorbeikommen wollte, um ihn mit seiner schönen Kunst zu unterhalten.
Lampe porträtiert in seinem Roman ungeduldige, gedrängte Menschen - ein beunruhigtes Leben in einem Zwischenzustand. Stefan Zweig nannte es das "Goldene Zeitalter des Stillstandes: Das Eine geht nicht mehr, das Neue ist noch nicht da."
Friedo Lampe (1899–1945) war Schriftsteller, Literaturhistoriker und Lektor. Er studierte Literaturwissenschaft und promovierte 1928. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Bibliothekar und Lektor zog er 1934 nach Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1945 von sowjetischen Soldaten erschossen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Roman „Am Rande der Nacht“ (1933) und „Septembergewitter“ (1937). Lampe wird dem magischen Realismus zugerechnet, seine Werke erfuhren posthum zunehmende Anerkennung.
