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Samuel Beckett hat nur einmal in seinem Leben über längere Zeit Tagebuch geführt, nämlich auf seiner großen Deutschlandreise von September 1936 bis April 1937, die ihn u. a. nach Hamburg, Berlin, Dresden und München führte.
Dezember 1936. Von Hamburg reist Beckett über Hannover und Braunschweig weiter nach Berlin. Wie hat sich die einstige europäische Hauptstadt der Kunst seit 1933 verändert?
Samuel Beckett wird auf seiner Reise durchs winterliche Nazideutschland zunehmend geplagt von Geldknappheit und gesundheitlichen Beschwerden. Täglich beobachtet er Rassismus und brutale Ausgrenzung.
Nach fünf Monaten in Deutschland ist Beckett reisemüde und das ewige „Nazievangelium“ wird für ihn zunehmend unerträglich. Doch vor seiner Rückkehr nach Dublin reist er noch von Dresden nach München.