Zur Geschichte der freien Radios

    Eine andere Art von Rundfunk

    Gelblich-pink leuchtendes Schild mit der Aufschrift "on the Air" und einem Mikrofon
    Es gibt sie noch immer: freie Radios mit idealistischen Grundsätzen. © Unsplash / Jacob Hodgson
    Von Maximilian Netter · 10.03.2022
    Piratenradio – das klingt nach selbst zusammengezimmerten Bausätzen und heimlicher Aktion. In den 70er-Jahren und zur Zeit der Anti-AKW-Bewegung gab es vielerorts illegale Radios mit idealistischen Grundsätzen.
    Sie waren ein Forum sowohl für Selbstbestimmtheit als auch für Sichtweisen und Positionen von Regimekritikern in West- und Ostdeutschland. Heute ist dank Internet die mediale Partizipation scheinbar für jeden möglich. Aber es gibt sie noch immer: Radio Dreyeckland, Radio Corax, Radio Z oder PiRadio. Maximilian Netter hat viele Radiomacher von damals und heute gefragt, welche Alternative sie der etablierten Rundfunklandschaft entgegensetzen wollten und wollen. Wie gestaltet sich die Arbeit entlang der Grundsätze Offenheit, Gemeinnützigkeit, Transparenz, Lokalbezug und Desinteresse am Kommerz? Wie klang und klingt freies Radio?

    Schwerpunkt: Piratensender
    Eine andere Art von Rundfunk
    Von Maximilian Netter
    Regie und Realisation: der Autor
    Produktion: Bauhaus-Universität Weimar 2011
    Länge: 53'50

    Maximilian Netter, geboren 1985 in Nürnberg, begann während der Schulzeit Radio zu machen. Seit seinem Studium der Medienkunst in Weimar steht für ihn das künstlerische Radiofeature im Mittelpunkt. Die Erschaffung medialer Realitäten und die dabei entstehenden Fragen nach Wirklichkeit und Wahrheit faszinieren ihn dabei besonders. Zuletzt: "Operation Mindfuck – Robert Anton Wilson zwischen Erleuchtung und Verschwörung" (RBB/Deutschlandfunk/WDR 2017).