Wissenschaftsfreiheit in Gefahr? 

    Von Cancel Culture, Identitätspolitik und Meinungsmacht

    43:51 Minuten
    Zu sehen ist eine Grafik: Darauf zerschneidet eine große Hand mit Schere die Sprechblase eines Mannes
    Von echter Wissenschaftsfreiheit kann auch deshalb keine Rede sein, weil die Chancen auf einen Unijob sehr ungleich verteilt sind. © imago/Gary Waters
    Von Katrin Ohlendorf · 15.06.2021
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    An den Unis tobt derzeit ein erbitterter Kampf: Ob rechts oder links, liberal oder konservativ, Mehrheit oder Minderheit, Genderforschende oder Anti-Gender - die unterschiedlichsten Lager schlagen Alarm aus Sorge um die Wissenschaftsfreiheit.
    Demonstranten wollen eine Vorlesung verhindern, eine Studentin stellt Anzeige wegen Volksverhetzung gegen einen Referenten, eine Professorin wird in Posts und Tweets rassistisch beschimpft, eine andere des Rassismus bezichtigt. Eine Bundestagspartei will die Förderung eines ganzen Forschungsgebietes verbieten, ein Professor versucht den anderen aus einem Herausgebergremium zu drängen, Akademikerinnen und Akademiker bezichtigen sich gegenseitig im Namen der Wissenschaftsfreiheit ebenjene zu bedrohen.
    Werden Lehre und Forschung tatsächlich immer mehr eingeschränkt, oder hat sich nur die Debattenkultur verändert?
    Das Feature begibt sich auf Spurensuche innerhalb und außerhalb der Unimauern, fahndet nach den zentralen Konfliktlinien und versucht, selbst erbitterte Gegner zum Dialog zu bewegen - Ausgang ungewiss.

    Von Cancel Culture, Identitätspolitik und Meinungsmacht
    Wissenschaftsfreiheit in Gefahr?
    Von Katrin Ohlendorf

    Regie: Claudia Kattanek
    Es sprachen: Lisa Bihl, Kerstin Fischer und Ralf Spengler
    Ton und Technik: Hendrik Manook und Jens Müller
    Redaktion: Tina Klopp
    Produktion: Deutschlandfunk 2021

    Katrin Ohlendorf arbeitet von Köln aus als freie Journalistin vor allem für öffentlich-rechtliche Medien, etwa Deutschlandfunk Nova, ARD/WDR oder das ZDF. Als Autorin und Redakteurin für Radio und Fernsehen befasst sie sich vor allem mit gesellschaftlich-politischen Themen, Wissenschaft und Wirtschaft.