Widerliches und Wertvolles vom Speichelfluss

    Spuck’s aus

    54:28 Minuten
    Spucken verboten Schild in Neuseeland.
    Spucken verboten! Ein Schild in Neuseeland. © Imago / Westend61
    Von Bettina Mittelstraß · 06.06.2021
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    Wer in die Hände spuckt, packt’s an. Wer in die Suppe spuckt, versaut’s. Wer die großen Töne spuckt, kann gehen. Auch als Geifer oder Sabber ist das Sekret der Speicheldrüse in die Sprache eingegangen und meint viel mehr als nur die Körperflüssigkeit.
    Die Salivation, so der medizinische Begriff für den Speichelfluss, hat es in sich: wichtig zum Erhalt der Zähne, weil er hilft, Speisereste zu entfernen. Aufschlussreich für den Kriminalisten, um Täter zu überführen. Notwendig, da ohne ihn kein Schmecken, Schlucken, Sprechen gelänge.
    Krankheiten kann die Spucke auch übertragen und daher mögen sich speiende Wesen bitte möglichst bedeckt halten - es sei denn sie begegnen uns als Brunnenfiguren.
    Kulturell wird Sabbern oft als widerwärtig eingestuft und es ist als Garant für Angst unverzichtbar in den Horrorfilm eingeflossen. Zu Zeiten hoher Tröpfcheninfektionsgefahr wird der Speichelfluss gar als Feind betrachtet. Wohin also mit den ausgeworfenen Tröpfchen?

    Spuck’s aus
    Widerliches und Wertvolles vom Speichelfluss
    Von Bettina Mittelstraß

    Regie: Matthias Kapohl
    Es sprachen: Hildegard Meier, Lisa Bihl, David Vormweg und Martin Bross
    Ton und Technik: Hendrik Manook und Thomas Widdig
    Redaktion: Klaus Pilger
    Produktion: Deutschlandfunk 2021