Von Geburten und Geburtshäusern

Kind, komm raus, hier ist es schön!

54:11 Minuten
Eine schwangere Frau hält ihren Babybauch. Ein Feature über Geburten, Hebammen und Geburtshäuser.
Wie selbstbestimmt eine Geburt abläuft, beeinflusst nicht nur das weitere Leben der Mutter, sondern auch maßgeblich das Leben des geborenen Kindes. © EyeE,m / Jeff McCollough
Von Karla Krause · 04.12.2021
Audio herunterladen
Das Geburtshaus in Soest war eines der ersten in Deutschland. Inzwischen haben Hebammen im ganzen Land Frauen geholfen, in Geburtshäusern auf selbstbestimmte Art zu gebären.
Wenn aus dem Geburtshaus in Soest das Indianerlied "Joni, joni jachu ene" erklingt, wissen die meisten Bescheid: Da singen sie wieder, die werdenden Mütter und Väter. Sie trainieren für den Ernstfall, für die Stunde des Gebärens. Sie singen: "Kind, komm raus, hier ist es schön!" Ob ein Mensch diese Welt schön findet, meint Mena van Damme, Hebamme und Gründerin des Geburtshauses, das hängt auch davon ab, wie seine Ankunft gelingt: am besten ohne chemischhormonelle Beschleuniger, mit einer Hebamme, die bleibt, so lange es auch dauert. Eine Ankunft, die gemeinsam vor- und nachbereitet wird, weil die Geburtshelferin die Eltern nicht erst im Kreißsaal kennenlernt und auch danach nicht wieder aus den Augen verliert.

Kind, komm raus, hier ist es schön
Von Karla Krause
Regie: Robert Matejka, Katrin Moll
Sprecherin: Karla Krause
Produktion: Deutschlandradio Kultur / NDR 2006
Länge: 54'09
Eine Wiederholung vom 07.01.2006

Karla Krause, geboren 1942, war Reporterin, Buchautorin, Dramaturgin und Fernsehproduzentin. Seit 2000 arbeitet sie als Autorin vor allem für das Radiofeature. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Geschichten zur medizinischen Ethik, u.a. "Tödliches Erbe" (RBB/WDR 2007, Robert Geisendörfer Preis), "Sternenkind" (HR/WDR 2012, DRK-Medienpreis, Hörfunkpreis der Theodor Springmann Stiftung) und "Kinder am Ende des Lebens" (HR 2015, TOM Medienpreis 2016). Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: "Die beste Tochter der Welt. Von Kindern kranker Eltern" (2020).