Die Faszination des Schießens

Das Gewehr lebt

 Welche Beziehung gehen Menschen mit ihren Waffen ein?
Welche Beziehung gehen Menschen mit ihren Waffen ein? © imago / Niehoff
Von Irmgard Maenner |
Der Moment, in dem ein Mensch zum ersten Mal in seinem Leben eine Schusswaffe hält, ist ein ganz besonderer. Welche Beziehung gehen Menschen zu ihren Waffen ein? Und was macht die Waffe mit den Menschen?
„Das Gewehr lebt“, sagt der Mann auf dem Schießplatz. Es ist ein Wesen, dem er sich zuwendet und das reagiert. Die Waffe lebt in den Köpfen. Jeder kennt ihre Geräusche und die zugehörigen Haltungen, das Schießen im Liegen, im Knien oder aus der Hüfte. Einzelkämpfer und Kommissarinnen im Film sind bewaffnet. Vielleicht ist der Nachbar es auch. Irmgard Maenner schoss selbst mit Klein- und Großkaliber und porträtiert Menschen, die eine besondere Beziehung zur Schusswaffe haben. Welche Vorstellungen bewegen sie? Und: Was verändert das Schießen in unseren Köpfen?

Das Gewehr lebt
Von Irmgard Maenner

Regie: Judith Lorentz
Mit: Lara Körte
Ton: Stephen Erickson
Deutschlandradio Kultur 2006
Länge: 54'06

„Das Gewehr lebt“ wurde 2007 mit dem Featurepreis der Stiftung Radio Basel ausgezeichnet.

Irmgard Maenner, geboren 1959 in Waldsassen (Bayern), lebt als Autorin in Berlin und schreibt Prosa, Hörspiele, Features. Zuletzt „Lichtbogen“ (Deutschlandradio Kultur 2014), „Teure Schwalben“ (Deutschlandfunk Kultur 2019, Hörspiel des Monats).