Tschernobyl oder Die Woche, in der wir nicht draußen spielen durften

"Oh Gott, es regnet!", darunter ein Radioaktivitäts-Warnzeichen, hat jemand auf eine Häuserwand in Eppertshausen, in der Nähe von Frankfurt/Main geschrieben. Bild vom 5. Mai 1986.
Angst vor dem Regen: Nach dem sowjetischen Reaktorunglück in Tschernobyl am 26. April 1986 war auch die Bundesrepublik verunsichert. © Frank Rumpenhorst / picture alliance / Associated Press
Von Norbert Zähringer |
Eine Mediencollage: Am 26.4.86 kam es in Tschernobyl zum GAU. Die sowjetische Führung brauchte Tage, bis sie eine Erklärung abgab. Wie reagieren? In der BRD liefen schon bald die ersten Expertenrunden im Fernsehen. Und in der DDR gab es eigene Empfehlungen.
"Alles Panikmache!" hieß es dagegen in der DDR. Doch auch dort wurden die Bürger misstrauisch, als es Kopfsalat plötzlich im Überfluss gab. Deutsche zwischen Sorge, Beschwichtigung und Hysterie - Norbert Zähringer hat ein Tagebuch jener Wochen erstellt, in denen "die Wolke" über Europa hing.

Tschernobyl oder Die Woche, in der wir nicht draußen spielen durften
Von Norbert Zähringer
Regie: Katrin Moll
Mit: Daniel Minetti
Ton: Torsten Weigelt
Deutschlandradio Kultur 2006
Länge: 50'34
Eime Wiederholung vom 24.04.2006

Norbert Zähringer, 1967 in Stuttgart geboren, lebt in Berlin. Er schreibt Romane (zuletzt "Als ich schlief" 2006), Hörspiele ("Die Kleinen und die Großen" DLR Berlin 2001). Im Programm von DKultur ist seine Wurfsendungsreihe "Die Letzten" zu hören.