Hörspiel über die alltägliche Diskriminierung in den 1950er Jahren in den USA

Tote haben alle dieselbe Haut

47:18 Minuten
Dan hat sich in New York der 1950er Jahre eingelebt. Bis sein dunkelhäutiger Bruder Richard auftaucht. Zu sehen: Eine Einkaufsstraße in den 1950er Jahren in Harlem.
Dan hat sich in New York der 1950er Jahre eingelebt. Bis sein dunkelhäutiger Bruder Richard auftaucht. © picture alliance / akg-images
Von Boris Vian · 24.05.2022
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In den 1950er-Jahren gelten Schwarze in den USA als Menschen zweiter Klasse, selbst im Melting Pot New York. Da ist es kein Wunder, wenn jemand wie Dan seine Chance nutzt, der alltäglichen Diskriminierung zu entgehen - wenn nötig, mit allen Mitteln.
New York, 1952. Dan arbeitet als Rausschmeißer in einer Bar. Er hat eine weiße Frau und ein weißes Kind und bei Gelegenheit lässt er sich mit einem der weißen Animiermädchen aus der Bar ein. Dan sieht auch aus wie sie: weiß. Niemand käme auf die Idee, dass sein Großvater, ein Hafenarbeiter aus St. Louis, ein Schwarzer war. Dan versucht, seine Familie zu vergessen. Jahrelang ist ihm das gelungen - bis eines unseligen Tages sein dunkelhäutiger Bruder Richard bei ihm auftaucht, um ihn zu erpressen. Richard weiß genau, dass Dan alles verlieren würde, wenn seine Herkunft bekannt würde. Die Weißen würden ihn nie unter sich dulden. Von nun an fühlt Dan sich in ständiger Bedrohung. Er muss Richard loswerden, irgendwie. Am besten für immer.

Tote haben alle dieselbe Haut
Von Boris Vian

Übersetzung aus dem Französischen: Asma Semler
Bearbeitung und Regie: Regine Ahrem
Mit Hans Peter Hallwachs, Bernhard Schütz, Antje von der Ahe, Jockel Zschirsch, Katja Teichmann, Hermann Treusch, Monika Hansen, Joachim Schönfeldt, Karl-Heinz Choinsky, Julia Mohn, Peter Groeger, Tilla Kratochwil, Wolfgang Bauernfeind
Ton und Technik: Peter Avar und Katrin Witt
Produktion: RBB 2003
Länge: 47‘10

Boris Vian (1920 -1959) war zunächst Ingenieur, dann Übersetzer, Redakteur einer Musikzeitschrift, Chansonnier, Schauspieler und Jazz-Musiker. Er bewegte sich in den Kreisen der Surrealisten und Existenzialisten um Raymond Queneau und Jean-Paul Sartre. Sein Roman „Tote haben alle dieselbe Haut“ von 1947 gehört zu den drastischen Imitationen amerikanischer Pulp-Krimis, die Vian unter dem Pseudonym Vernon Sullivan veröffentlichte.

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