Soundpoem von Kaye Mortley

    Le Voyage

    Robert O'Hara Burke (1820-1861) und William John Wills (1834-1861) mit John A King (1838-1872), einem weiteren Expeditionsmitglied - Gravur um 1880. Burke und Wills starben an Hunger, während King von freundlichen Eingeborenen gefunden und betreut wurde, bis eine Rettungsgruppe eintraf.
    Robert O'Hara Burke (1820-1861) und William John Wills (1834-1861) mit John A King (1838-1872), einem weiteren Expeditionsmitglied - Gravur um 1880. © picture alliance / Photo12/Ann Ronan Picture Librar
    Von Kaye Mortley · 28.09.2021
    Eine Expedition im Australien des 19. Jahrhunderts wird zur Metapher für das Reisen und die Aneignung von Raum. Das neue Werk der Dokumentarkünstlerin Kaye Mortley in einer deutschen Adaption.
    Die Durchquerung des australischen Kontinents im Jahr 1860 sollte eine epochale Expedition werden. Geleitet wurde sie von dem ehemaligen Polizisten Robert O'Hara Burke und dem Landvermesser William John Wills. Erhalten sind schier endlose Listen, die die üppige Ausrüstung des Unternehmens dokumentieren: Pferde, Kamele, Proviant. So gut sie ausgestattet war, so kläglich endete sie. Auf Basis der Listen schafft Kaye Mortley einen vielstimmigen Hörraum, der über das Reisen, Erschließen und Erobern nachdenkt.
    Robert O'Hara Burke (1821-1861) und William John Wills (1834-1861) - digitale Reproduktion eines Originaldrucks aus dem 19. Jahrhundert.
    Robert O'Hara Burke (1821-1861) und William John Wills (1834-1861) - digitale Reproduktion eines Originaldrucks aus dem 19. Jahrhundert.© picture alliance / Bildagentur-online/Abecasis

    Ursendung
    Le Voyage
    Von Kaye Mortley

    Adaption aus dem Französischen

    Regie: Kaye Mortley
    Regie und Realisation der deutschen Fassung: Ingo Kottkamp
    Übersetzung: Christiane Seiler

    Französische Stimmen:
    Véronique Brindeau und Jürgen Ellinghaus
    sowie:
    Manon Amor
    Julie Berthier
    Aldona Nowowiejska
    Katerina Thomadaki

    David Gulpilil
    aus der Sendung GULPILIL von Kaye Mortley, Australian Broadcasting Corporation

    Teilnehmer:innen beim atelier documentaire sonore, Phonurgia Nova, Arles, avril 2018

    Englische Stimmen: aufgenommen von Virginia Madsen (Macquarie University, Sydney) und Eurydice Aroney (University of Technology, Sydney)

    Deutsche Stimmen:
    Bettina Kurth
    Hansa Czypionka
    sowie
    Assunta Alegiani
    Beate Becker
    Jurate Braginaite
    Dörte Fiedler
    Johanna Fricke
    Judith Geffert
    Stefanie Heim
    Senta Höfer
    Kathrin Koeplin
    Edith Kottkamp
    Ingo Kottkamp
    Stella Luncke
    Katrin Moll
    Tania Palamkote
    Miri Pelzman
    Josef Maria Schäfers
    Annette Scheld
    Vivien Schütz
    Christiane Seiler
    Anna Seibt
    Julia Tieke
    Gesa Ufer
    Hannah Volkmann
    Regina Voss
    Friederike Wigger
    Im französischen Original verwendete Texte
    - Italo Calvino, les Villes invisibles (fragments), éditions Gallimard
    - Paul Lambeth (poème, fragment) "If I belong here now... how did that come to be" - publié dans
    The Aboriginal Story of Burke and Wills, Forgotten Narratives, éditeurs Ian D. Clark and Fred Cahir, CSIRO Publishing
    - Carnets de route de Robert O'Hara Burke & William John Wills: http://www. burkeandwills.net.au
    - Burke & Wills: the Scientific Legacy of the Victorian Exploring Expedition, éditeurs E.B Joyce and D.A. McCann, CSIRO Publishing
    Musik: Carol Robinson
    Originaltonaufnahmen: Kaye Mortley

    Produktion des französischen Originals:
    Jean-Baptiste Etcheparborde (enregistrement musique et texte)
    Bruno Mourlan (mixage)
    Manoushak Fashahi (direction)
    Inès Dupeyron (assistante à la coordination)
    Aurélie Charon (productrice coordinatrice)

    Produktion: France Culture 2019 / Deutschlandfunk Kultur 2021
    Länge: 54‘30


    Kaye Mortley, geboren 1943 in Sydney, ist eine Featureautorin und Hörfunkregisseurin. Seit 1981 lebt sie in Frankreich. Konkrete Orte und Personen werden zu Archetypen: diese Wirkung haben ihre raffinierten und suggestiven Klangmontagen regelmäßig. Ihre Produktionen wurden durch zahlreiche Preise ausgezeichnet: Prix Europa für "Dort oben – Struthof. Das französische Lager" (SR/DRS/SFB/ORF 1997), Prix Italia für "Fremd im Elsass" (DRS/ORF/RBB 2004). Zuletzt: "Der Anfang vom Nirgendwo" (RBB 2018).