Scuppies, LOHAS und andere Typen

Von Wiebke Matyschok |
Marktforscher und Werbepsychologen versuchen mit immer neuen Methoden, Werbebotschaften an den passenden Kunden zu bringen. Dafür sortieren sie Menschen, stecken sie in Schubladen und drücken ihnen einen Stempel auf: SOHO, DINK oder LOHAS. Was steckt dahinter?
Ein LOHAS gehört keiner bestimmten Altersgruppe an, richtet sein Leben auf Gesundheit und Nachhaltigkeit aus. Am liebsten macht er Urlaub in der Natur, und in der Stadt kauft er im Bio-Supermarkt ein. Bio ist chic, Öko eine Marke. Dieser LOHAS tritt auch als LOVOS oder PARKOS in Erscheinung und konsumiert dank seines überdurchschnittlichen Einkommens nachhaltig bis hin zum erklärten Konsumverzicht, der statt auf Massenware auf teuren Purismus setzt.

Immer neue Angebote stöbert er dank seiner Medienkompetenz im Internet auf. Der Mensch, so formatiert, splittet sich in immer neue Zielgruppen auf. Der kleinste gemeinsame Nenner aller Typen ist das Kaufverhalten. Doch zu welcher Kategorie gehören die Aussteiger oder jene, die nicht Zielgruppe sein können, weil sie nichts konsumieren wollen oder können?


Regie: die Autorin
BR 2011