Sanguiniker zwischen Spaß und Unvernunft

Leicht leben

54:47 Minuten
Eine lächelnde junge Frau strahlt Optimismus aus.
Die Gefühlswelt eines Sanguinikers ist ausgeprägt und sehr lebendig. © imago images | Westend61
Von Michael Reitz · 10.01.2021
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Oberflächlich, konfliktscheu, unkritisch und grenzenlos optimistisch - der Sanguiniker. Ist er damit der Prototyp der Fun-, Event- und Konsumkultur? Ein Vorbild für ein leichteres Leben oder für ein Weglaufen vor Problemen?
„Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem“, sagt Jack Sparrow im Kinohit „Fluch der Karibik“ und beschreibt damit seinen Charaktertypus treffend. Er sieht nämlich alles optimistisch, bekommt dennoch nichts auf die Reihe und schliddert mit seinen scheinbaren Lösungen ständig in neue Schlamassel. Sanguiniker gelten bei Zeitgenossen als Paradiesvögel, die ständig auf der Jagd nach neuen Eindrücken sind und damit ihre Umwelt nerven.
Doch daneben verbreiten sie selbst unter schwierigsten Umständen einen grenzenlosen Optimismus, sind hochgradig kontaktfreudig und ziehen mit ihrem Tatendrang andere Menschen mit. Ist die Disziplinlosigkeit des Sanguinikers - positiv gesehen - ein wirksamer Schutz gegen jede Art von Zwang und Diktatur?
Es lohnt sich, den Sanguiniker genauer in Augenschein zu nehmen. Denn von ihm kann man lernen, sich vom problembesessenen Zeitgeist nicht verrückt machen zu lassen.

Leicht leben
Sanguiniker zwischen Spaß und Unvernunft
Von Michael Reitz

Regie: Uta Reitz
Es sprachen: Lola Klamroth und Nils Kretschmer
Ton und Technik: Ernst Hartmann, Christoph Bette, Roman Weingard
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2021