Ein Hörspielrezitativ

    Gesänge, Chöre, Kollektive

    Von Jochen Meißner |
    Seit in der Antike die Rhapsoden singend und flickend über die Lande gezogen sind und dabei Text(ur), Textil und Musik miteinander verknüpften, ist das Chorische eine der ältesten künstlerischen Ausdrucksformen.
    Ob im Unisono eines gemeinsamen Willens oder als kontrapunktisch arrangierte Polyphonie bereichern chorische Inszenierungen seit den Anfängen des Rundfunks auch die Spielformen des Hörspiels. In chorischer Form werden kollektive Äußerungen zu Äußerungen von Kollektiven - was mitunter gefährlich werden kann, wie in Zeiten des Nationalsozialismus.
    Ausschnitt

    Gesänge, Chöre, Kollektive
    Ein Hörspielrezitativ

    Von Jochen Meißner
    Regie: der Autor
    Mit: Nele Rosetz, Britta Steffenhagen, Martin Engler, Birgitt Dölling sowie O-Tönen von: Beate Andres, Frieder Butzmann, Walter Filz, Ulrike Haage, Leonhard Koppelmann, Stephan Krass, Michael Lentz, David Lindemann, Helmut Oehring, Alexander Schuhmacher
    Ton und Technik: Bernd Friebel, Sonja Rebel
    Regieassistenz: Beate Becker
    Deutschlandradio Kultur 2016
    Länge: 88'55

    Jochen Meißner, 1966 in Remscheid geboren, ist Autor und Hörfunkkritiker, schreibt Features und kulturkritische Beiträge zur Geschichte des Radios und zur Hörspielästhetik - unter anderem "Knallfunken oder der Missbrauch von Heeresgerät" über den Krieg im Hörspiel sowie "Schallgestalten in bilderlosen Räumen - eine kleine Mediengeschichte des Hörspiels in zehn Missverständnissen". Meißner publiziert u.a. für den Branchendienst "Medienkorrespondenz" und auf seiner Seite hoerspielkritik.de.

    Die Seite hoerspielkritik.de finden Sie hier.