Posthumane Robinsonade von wittmann/zeitblom

    r_crusoe™

    56:25 Minuten
    Negativ-Fußabdruck im Sand
    . © Deutschlandradio / Rene Liebert
    Von wittmann/zeitblom · 13.02.2021
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    Die Erde nach dem Aussterben der Menschheit. Der Hochleistungsrechner G.A.I.A. aktiviert das für diese Situation vorgesehene Programm r_crusoe™ und modelliert im bio-adaptiven 3D-Druck-Verfahren ein neues, humanes Wesen. Seine selbst auferlegte Mission: Wiederbesiedlung des Planeten.
    Wie der berühmte Schiffbrüchige 350 Jahre vor ihm, streift es ziellos durch verlassene Landschaften und stellt sich dank großzügiger Zugriffsmöglichkeiten auf Know-How, Ressourcen und Enhancement den Herausforderungen einer menschenleeren Welt.
    Erst als G.A.I.A. (aus ökologischen Gründen?) keine Begegnung mit Freitag vorsieht, gerät das Projekt ins Wanken. Zu stark sind die Muster des Humanen, zu groß r_crusoe´s Einsamkeit.
    Doch das selbstlernende System findet einen überraschenden Ausweg.
    Eine Stunde Science-Fiction, in der die Autoren unter Zuhilfenahme klangsynthetischer Mittel über die existenzielle Frage nach der Beschaffenheit von Realität meditieren: Ist die Welt eine leere Projektionsfläche, auf die der Mensch malt, oder existiert sie als Korallenriff, als Sukkulentenkolonie, als Monarchfalter, als terrestrischer Komposthaufen?
    Mit „r_crusoe™“ präsentieren wittmann/zeitblom nach „@Wonderworld - The Story of Alice & Bob“ (2018), sowie „Tell Me Something Good, Stockhausen!“ (2019), den finalen Teil ihrer Trilogie über künstlich-intelligente Welten.

    r_crusoe™
    Posthumane Robinsonade
    Von wittmann/zeitblom
    Realisation: wittmann/zeitblom
    Stimmen und Gesang: Christian Wittmann
    Elektronik und Programmierung: zeitblom
    Ton und Technik: Boris Wilsdorf
    Dramaturgie: Sabine Küchler
    Produktion: Deutschlandfunk/SWR 2021
    Ursendung