Polizist, Parlamentarier, Mordverdächtiger

Der langjährige Sprecher der Bundesarbeits- gemeinschaft kritischer Polizisten Thomas Wüppesahl. © picture alliance / dpa / Michael Rauhe
Von Rainer Link · 17.01.2012
Dass er nur zum Schein einen Raubmord plante, um Missstände im Polizeiapparat aufzudecken, hat das Gericht ihm nicht abgenommen. Thomas Wüppesahl, Kriminalbeamter, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Mitbegründer der "Kritischen Polizisten" wurde im Jahr 2005 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.
Die Richter des Hamburger Landgerichts zeigten sich überzeugt davon, dass Wüppesahl tatsächlich plante, einen Geldtransporter zu überfallen, dabei den Geldboten per Genickschuss zu töten, ihm mit einem Fleischerbeil den Arm abzuhacken, um in den Besitz des Geldkoffers zu kommen.

Ein primitives Verbrechen, das nicht recht zum intelligenten Täter passen will.

Thomas Wüppesahl sieht sich als Opfer einer Verschwörung.
Nicht zum ersten Mal.

Sein halbes Leben bestand aus Aufruhr und Anzeigen, Beschwerden und Beschuldigungen, Prozessen und Protesten.

Mobbingopfer oder Mordplaner?

Eine Motivsuche zwischen Bundestag, Polizeibehörden und Grüner Partei.


DLF 2012