Klangkunst: Ein Wörterbuch der Wüste

    Desert Dictionary

    53:46 Minuten
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    Umwelt, Kolonialismus, Isolation - die Wüste als akustisches Landschaftspanorama. © Boris Baltschun
    Von Boris Baltschun · 01.10.2021
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    Ein Wörterbuch der Wüste: Wie müsste es klingen? Welche Einträge müsste es enthalten? Mit diesen Fragen hat sich der Künstler und Komponist Boris Baltschun auf eine ausgedehnte Reise durch Südafrika begeben.
    Unterwegs machte er Reisebekanntschaften und bat sie um einen Eintrag in seinen imaginären Diktionär. Die Wortspenden offenbaren persönliche Zugänge und individuelle Geschichten zum Themenkomplex Wüste. Aus den einzelnen Teilen ergibt sich in der Bearbeitung des Komponisten ein Ganzes: eine Konversation unterschiedlicher Menschen, die so nie stattgefunden hat.
    Die Geräusche der Wüste setzen einen auditiven Übersetzungsprozess in Gang, gehen in die Klänge eines Synthesizers ein. So entsteht das akustische Panorama einer Landschaft als Projektionsraum für Fragen zur Umwelt, zu Kolonisierung und Isolation.

    Ursendung
    Desert Dictionary
    Regie, Komposition, Text: Boris Baltschun
    Mit: Richard John Forbes, Maya Marx, Phala Ookeditse Phala, Victoria Wigzell, Linda Diederiks, Willem Boshoff, Liza Grobler, Nkosinathi Gumede, Karlien van Rooyen, Mongezi Ncombo, Ivan Messelaar, Gerhard Marx, Lindiwe Matshikiza
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
    Länge: 50'41
    Herzlichen Dank an: Abrie Fourie, Royal Oak Gang, Nirox Arts, The Center for the Less Good Idea, Modern Art Projects South Africa und Maja Marx, Harrie Siertsema, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin

    Boris Baltschun ist ein in Berlin lebender Komponist, Musiker und Künstler. Gegenwärtig arbeitet er unter anderem an einer Installation in der Wüste (Südafrika, Provinz Nordkap), an einem Rechercheprojekt in Vietnam zum Zusammenhang von Sprache und Sprechen, Öffentlichkeit und Propaganda und an einer audiovisuellen Installation, die sich den Verbindungen von Architektur, Sound und Bewegtbild vor dem Hintergrund von Waffenmetaphern widmet. 2012 wurde er gemeinsam mit Serge Baghdassarians für "Bodybuilding" (Deutschlandradio Kultur) mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet.