Weibliche Dialoge um Macht und Ohnmacht

Katzen haben sieben Leben

Katzen haben sieben Leben.
Katzen haben sieben Leben. © AP Archiv
Von Jenny Erpenbeck |
• Groteske • Dialoge zweier Frauen unterschiedlicher Generation und Herkunft. Ein Spiel wechselnder Perspektiven und vertauschter Rollen: Mutter und Tochter, Chefin und Angestellte, Kranke und Gesunde, Ehefrau und Geliebte. Katzen haben sieben Leben!
Zwei Frauen – und eine Szenenfolge verschiedener weiblicher Machtduelle. Mutter und Tochter werden zu Rivalinnen, Freundschaften scheitern an Eifersucht, Arbeitsverhältnisse leiden durch Hierarchien. Außerdem ein Spiel des Seitentausches: Herrin und Dienerin, Kranke und Gesunde, Ehefrau und Geliebte. Variationen eines Kampfes, der mal listig und versteckt, mal offenherzig und brutal ausgetragen wird. Ein Hörspiel im Spannungsfeld von Herrschaft und Demut, Nähe und Zerstörung.

Katzen haben sieben Leben
Von Jenny Erpenbeck
Regie: Ulrike Brinkmann
Mit: Astrid Meyerfeldt, Jacqueline Macaulay, Bertl Mütter
Komposition, Posaune: Bertl Mütter
Ton und Technik: Andreas Narr, Sabine Winkler
DLR Berlin 2003
Länge: 47'01
Eine Wiederholung vom 28.11.2003

Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Ost-Berlin, Schriftstellerin, Theaterautorin, Regisseurin. 1999 die Novelle „Geschichte vom alten Kind“, auch als Hörspiel produziert (DRS 2000). Ebenfalls 1999 erscheint ihr Theaterstück „Katzen haben sieben Leben“. Es folgen zahlreiche Romane, Erzählungen und Theaterstücke, die sie zum Teil selbst inszeniert. Erpenbeck wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2016), dem Uwe-Johnson-Preis (2022), dem Hans-Fallada-Preis (2014) und dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (2017). Jenny Erpenbecks Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt. Ihr Roman „Kairos“ (2021) war in den USA für den National Book Award nominiert und wurde 2024 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet.