Hörspiel von Lothar Trolle

Judith

47:42 Minuten
Judith und die Magd mit dem Kopf des Holofernes, gemalt von Orazio Gentileschi (1563-1639)
Judith und die Magd mit dem Kopf des Holofernes, gemalt von Orazio Gentileschi (1563-1639) © picture alliance / ZUMAPRESS / Marilla Sicilia
Von Lothar Trolle · 11.01.2022
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In der Bibel wird die Geschichte von Judith und Holofernes als blutiges Drama erzählt. Lothar Trolles Hörspiel überschreibt die Überlieferung und entdeckt in Judiths Triumph über den Schlächter Holofernes ein utopisches Potential.
Der assyrische Feldherr Holofernes überzieht den Orient mit Krieg und Vernichtung. Vor der kleinen Bergfestung Betulia kommt seine Invasion zum Stillstand. Eine grausame Belagerung beginnt. Als die Not der Belagerten so groß wird, dass sie die Kapitulation ankündigen, beschließt Judith zu handeln. Allein in der Hingabe an ihren eigenen, ganz persönlichen Gott, findet sie die Kraft zu einem Anschlag, bei dem sie ihr Leben riskiert: doch sie tötet Holofernes und rettet ihre Stadt. Diese Sage ist eine der vielen jüdischen Helden- bzw. Wundergeschichten, in denen immer davon die Rede ist, dass, lässt man es nur darauf ankommen, das Unmögliche durchaus möglich werden kann ...

Judith
Von Lothar Trolle
Regie: Walter Adler
Mit: Sylvester Groth, Corinna Harfouch, Hans Peter Hallwachs, Sigrid Burkholder, Andreas Grothgar, Robert Dölle, Dimitri Alexandrov, Mark Zak, Albert Kitzl, Omar El Saeidi, Frankie Felsen, Ernst-August Schepmann, Therese Dürrenberger, Susanne Barth, Ulrich Haß, Dimitri Tellis, Martin Brambach, Volker Lippmann, Peter Matic, Wolfgang Rüter, Dirk Borchardt, Jürgen Holtz, Max-Volkert Martens, Bert Oberdorfer, Hans Kremer
Komposition: Pierre Oser
Ton und Technik: Karl-Heinz Stevens, Wolfgang Rixius und Katrin Fidorra
Produktion: Deutschlandfunk/HR 2013
Länge: 47'34

Lothar Trolle, 1944 in Brücken bei Sangershausen geboren, ist Schriftsteller und schrieb neben Theaterstücken, Prosa und Lyrik auch Hörspiele, darunter "Ein Vormittag in der Freiheit oder Sie gestatten, Lehmann vorn mit L wie Lenin" (Funkh. Berlin 1991), "Gott flaniert" (Deutschlandfunk/DRS Basel 1997), zuletzt: "Epitaph für Sally Epstein" (RBB/DKultur 2017).