Hörstück: Die Atomwaffentests in Lop Nor

    Wandering Lake – an atomic opera

    48:24 Minuten
    Großflächenbild einer Satellitenaufnahme
    Großflächenbild einer Satellitenaufnahme © picture-alliance / dpa / Ingo Wagner
    Von Echo Ho und Ulrike Janssen · 26.11.2021
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    Der ausgetrocknete Salzsee „Lop Nor“ wurde von der chinesischen Zentralregierung in den 1950er Jahren zum Testgebiet für Atomwaffen erklärt. Echo Ho und Ulrike Janssen komponieren ein Hörstück über einen weitgehend vergessenen Ort.
    Auf Satellitenbildern erinnert das ausgetrocknete Seebett an eine übergroße Ohrmuschel. Der „See, in den viele Quellen zusammenströmen“, so sein mongolischer Name, liegt heute in Xinjiang, einem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas.
    1964 machte die chinesische Zentralregierung nördlich des Seebeckens erste Atomwaffentests. Der nukleare Fallout breitete sich aus wie Schallwellen.
    Echo Ho und Ulrike Janssen folgen in ihrem Hörstück den Phasen einer Atomexplosion. Dabei erzählen die Künstlerinnen von den Mythen und Relikten zahlreicher Zivilisationen, die einst am Ufer des Sees lebten.
    Dieses Projekt entstand mit der Unterstützung der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen.

    Ursendung
    Wandering Lake – an atomic opera
    Von Echo Ho und Ulrike Janssen
    Stimme: Melanie Lüninghöner, Bettina Wenzel, Daniel Werner
    Sonifikation: Alberto de Campo
    Ton: Mount Wobble Studio / Marcus Zilz
    Eine Autorinnenproduktion für WDR und Deutschlandfunk Kultur 2021
    Länge: 46‘00

    Echo Ho, geboren in Beijing, verfolgt als Klangkünstlerin einen interdisziplinären Ansatz. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln und lehrte dort von 2007 bis 2013 im Studienbereich Sound. Ihre Arbeiten wurden weltweit gezeigt, unter anderen im He Xiangning Art Museum Shenzen, im Center-A in Vancouver, dem ZKM Karlsruhe und auf der ISEA 2010 Ruhr.

    Ulrike Janssen, Autorin und Regisseurin für Hörfunk und Theater, lebt und arbeitet in Köln. 2019 erhielt sie gemeinsam mit Marc Matter den Karl-Sczuka-Preis für das Hörstück "Meerschallschwamm und Schweigefang" (Deutschlandfunk Kultur 2018).