Hörspiel von Jan Brandt

    Gegen die Welt

    Eine Silhouette am Strand vor dem Meer.
    Daniel Kuper hat viel Fantasie, aber wenige Möglichkeiten. Deshalb begehrt er auf - gegen sein Dorf und gegen die Welt. © Sidharth Shivshankar / Unsplash
    Von Jan Brandt · 13.02.2022
    „Dallas“, „Perry Rhodan“, Heavy Metal – ein Dorf in Ostfriesland Ende der Achtziger. Hier begehrt der Drogistensohn Daniel Kuper auf gegen die Enge der Provinz. Hörspiel nach dem Bestseller von Jan Brandt.
    Im ländlichen Ostfriesland scheint alles seinen Gang zu gehen. Wie schon hundert Jahre zuvor gibt es Traditionen wie den Männergesangsverein und den Skatclub. Jeder spielt die Rolle, in die er hineingeboren worden ist. So auch die Drogistenfamilie Kuper um Bernhard, genannt Hard, und seinen Sohn Daniel. Der ist ein verschlossener Junge mit viel Phantasie und wenigen Möglichkeiten. Im Sommer müssen plötzlich die Geschäfte wegen der Konkurrenz der großen Ketten schließen, es beginnt zu schneien – und dann ist da noch dieser Kornkreis.
    "Gegen die Welt" zeichnet den Untergang eines Dorfes nach und thematisiert dabei die jüngere Geschichte der alten Bundesrepublik im Zeichen von Wende und Globalisierung. Vater und Sohn begehren schließlich – jeder auf seine Weise – auf: gegen die Dorfbewohner, gegen die Welt.

    Gegen die Welt
    Nach dem gleichnamigen Roman
    Von Jan Brandt
    Bearbeitung und Regie: Sebastian Stern
    Mit: Jörg Hartmann, Godehard Giese, Michelangelo Fortuzzi, Nina Petri, Fabian Hinrichs, Uke Bosse, Astrid Meyerfeldt, Enno Trebs, Laurids Schürmann, Pepe Trebs, Wilfried Dziallas, Hanna Plaß, Julia Zange, Michael Kranz, Torsten Föste, Barbara Becker und als Gast Karl Dall
    Musik: Hannes Hajdukiewicz und der "Neue Männerchor Berlin" als Gesangverein Jericho
    Ton und Technik: Hermann Leppich und Gunda Gerke
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
    Länge: 83'30
    Eine Wiederholung vom 24.05.2020

    Jan Brandt, geboren 1974 in Leer/Ostfriesland, ist Schriftsteller und Journalist. Sein Roman "Gegen die Welt" stand 2011 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Zu seinen Werken gehören der Reisebericht "Tod in Turin" (2015), der Roman "Ein Haus auf dem Land. Eine Wohnung in der Stadt" (2019) und der Essay "Wir sind das Fleisch" (Deutschlandfunk Kultur 2020).
    Der Autor Jan Brandt
    .© picture alliance / Frank May