Untergang des Egoisten Fatzer
Ein Fragment
Nach dem gleichnamigen Schauspiel von Bertolt Brecht
Bearbeitung und Regie: Heiner Müller
Mit: Heiner Müller, Jörg-Michael Koerbl, Werner Hennrich, Frank Castorf, Ulrich Zieger, Iduna Hegen, Regina Menzel, Knut Hirche, Wolfgang Krause, Jochen Menzel, Johanna Schall
Komposition: Blixa Bargeld
Musik: Einstürzende Neubauten
Ton und Technik: Peter Kainz, Andreas Meinetsberger
Regieassistenz: Matthias Thalheim, Wolfgang Rindfleisch
Rundfunk der DDR 1987
Länge: 78'45
Untergang des Egoisten Fatzer
Ein Lehrstück über das radikale Scheitern von Gemeinschaft: Vier Deserteure verstecken sich im Krieg und warten auf die Revolution. Doch Hunger, Begehren und Angst zersetzen jede Solidarität. Ein Tribunal beendet den Zusammenhalt: Es wird beschlossen, einen aus dem Kollektiv zu opfern.
"Was am 'Fatzer' wichtig ist, das hängt zusammen mit dem Fragment-Charakter der deutschen Geschichte, der dazu führt, dass so ein Stück, das ganz unmittelbar mit deutscher Geschichte zu tun hat, Fragment bleibt... Vier Leute desertieren aus dem 1. Weltkrieg, warten auf die Revolution, und die kommt nicht. Und nun sind sie ausgestiegen aus der Gesellschaft... radikalisieren sich gegeneinander und negieren sich gegenseitig. Das ist eine große Formulierung einer Situation, die sich in der deutschen Geschichte immer wieder ergeben hat." (Heiner Müller)
Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Lyriker, Dramatiker und Theaterregisseur.
Hörspielreihe: Partisanen der Utopie
